
Berliner Wahlkampf 2026: AfD rechnet gnadenlos mit dem Versagen der Hauptstadt ab
Während Berlin weiter vor sich hin siecht – zwischen maroden Schulen, überlasteten Behörden und einer Kriminalitätslage, die jeden besorgten Bürger nachts wachhalten dürfte –, haben die Parteien nun offiziell den Wahlkampf für die Abgeordnetenhauswahl eröffnet. Und die Unterschiede könnten kaum größer sein: Die AfD setzt auf eine schonungslose Generalabrechnung, die CDU klopft sich selbst auf die Schulter, und die SPD flüchtet sich in Gefühligkeit.
AfD: „Berlin stark machen" – eine überfällige Diagnose
Die Berliner AfD hat unter dem Motto „Berlin stark machen" ihre Kampagne vorgestellt und dabei kein Blatt vor den Mund genommen. Die Landes- und Fraktionsvorsitzende Kristin Brinker erklärte, man wolle dafür sorgen, „dass es wieder vorangeht". Eine Formulierung, die angesichts des desolaten Zustands der Hauptstadt geradezu diplomatisch klingt. Denn was die Partei im Kern beschreibt, dürfte jedem Berliner aus dem Alltag schmerzlich vertraut sein: eine Stadt, die von ihrer eigenen Politik „ausgebeutet und heruntergewirtschaftet" werde.
Nahezu die komplette Parteiführung trat geschlossen auf – ein bewusstes Signal der Einigkeit. Neben Brinker waren der Bundestagsabgeordnete Ronald Gläser, der parlamentarische Geschäftsführer Rolf Wiedenhaupt, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Alexander Bertram sowie Programmkoordinator Martin Trefzer anwesend. Die Botschaft ist unmissverständlich: Hier steht eine Partei, die regieren will – und die den Anspruch erhebt, als einzige einen echten Neustart zu bieten.
Migration, Sicherheit, Bildung – die Kernthemen
Die AfD benennt die Themen, die den Bürgern tatsächlich unter den Nägeln brennen: Migration, Sicherheit, Wohnen und Bildung. Es sind exakt jene Felder, auf denen die bisherigen Regierungen – ob rot-rot-grün oder schwarz-rot – krachend gescheitert sind. Die steigende Kriminalität, die überlasteten Behörden, ein Nahverkehr, der seinen Namen kaum noch verdient, und ein Bildungssystem, das Generationen von Schülern im Stich lässt – all das sind keine Erfindungen einer Oppositionspartei, sondern bittere Realität.
Besonders bemerkenswert ist der Vorstoß zur Direktwahl von Bezirksbürgermeistern. Mehr direkte Demokratie – ein Konzept, das in einer Stadt, deren Verwaltung bisweilen kafkaeske Züge annimmt, durchaus seinen Reiz hat. Das vollständige Wahlprogramm soll Ende Mai auf einem Parteitag beschlossen werden.
CDU: Selbstlob statt Selbstkritik
Die CDU hingegen hat ihren Wahlkampf bereits Anfang März unter dem Titel „Berlin wird" gestartet – und setzt dabei auf eine Strategie, die man wohlwollend als „Kontinuität" bezeichnen könnte. Weniger wohlwollend formuliert: Die Partei des Regierenden Bürgermeisters versucht, den Berlinern einzureden, dass alles auf einem guten Weg sei. Man müsse nur weitermachen.
Verwiesen wird auf ein verschärftes Polizeigesetz, mehr Videoüberwachung, zusätzliche Bürgerämter und digitale Verwaltungsangebote. Klingt auf dem Papier ordentlich. Doch wer in Berlin lebt, weiß: Zwischen politischer Ankündigung und spürbarer Verbesserung klafft in dieser Stadt traditionell ein Abgrund. Die AfD trifft hier einen wunden Punkt, wenn sie dem Regierenden Bürgermeister vorwirft, er sei „kein Vorbild" und habe zentrale Versprechen nicht eingelöst. Berlin werde eher verwaltet als gestaltet – eine Einschätzung, der man schwerlich widersprechen kann.
SPD: Nostalgie statt Konzepte
Und die SPD? Sie präsentierte ihre Kampagne unter dem Slogan „Wieder Berlin" – ausgerechnet in einem Kreuzberger Musikclub. Statt konkreter Maßnahmen setzt die Partei auf ein „Grundgefühl". Berlin müsse wieder zu sich selbst finden, heißt es. Was genau das bedeuten soll, bleibt nebulös. Es ist die typische sozialdemokratische Flucht in die Emotionalität, wenn die Sachargumente ausgehen.
Das einheitliche Bild dieses Berliner Wahlkampfauftakts ist bezeichnend: Kampagnen sind gestartet, Programme noch nicht fertig. Die Parteien verkaufen Überschriften, während die Bürger auf Lösungen warten. Ob sich daran in den kommenden Wochen etwas ändert, bleibt abzuwarten. Eines steht jedoch fest: Berlin braucht mehr als Slogans. Die Hauptstadt braucht Politiker, die den Mut haben, die Probleme beim Namen zu nennen – und sie dann auch tatsächlich anzupacken.

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