
Blackout-Gefahr: Saboteure attackieren Deutschlands Stromnetz!

Ein Spaziergänger, ein verdächtiger Gegenstand am Zaun – und plötzlich steht die Frage im Raum, wie verwundbar Deutschlands Stromversorgung wirklich ist. Am Donnerstagabend gegen 18.15 Uhr alarmierte der Passant die Polizei an einem Umspannwerk in Dormagen (Nordrhein-Westfalen). Nach Angaben eines Polizeisprechers sei dort offenbar versucht worden, „mutwillig einen Kurzschluss herbeizuführen“ – es könne sich „um mögliche Sabotage handeln“.
Vier Bundesländer, ein Muster
Dormagen ist kein Einzelfall. Bereits am Dienstag hatten Ermittler an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln eine Abschussvorrichtung für Pyrotechnik entdeckt. Im brandenburgischen Jänschwalde wurde nach Polizeiangaben mit ähnlichem Gerät versucht, eine Verbindung zwischen Höchstspannungsleitung und Erdboden herzustellen – der klassische Weg, um einen Kurzschluss zu erzwingen.
In der Nacht zum Freitag rückten Einsatzkräfte zudem an einem Umspannwerk in Ganderkesee (Niedersachsen) an, sogar ein Hubschrauber war im Einsatz. Eine Gefährdung der Bevölkerung habe nicht bestanden, hieß es. In Sachsen wurden Medienberichten zufolge in der Nähe von zwei Umspannwerken zwölf Sprengvorrichtungen gefunden.
Bekennerschreiben mit Täterwissen
Der Polizei liegen mehrere Schreiben vor, in denen sich ein Mann zu den Taten bekennt. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach von einem 48-Jährigen aus Gevelsberg bei Hagen; die Schreiben enthielten laut Reul nicht öffentlich bekanntes Täterwissen. Als Motiv sei der „Kampf gegen fossile Brennstoffe“ genannt worden.
Der Verdächtige soll sich zu Anschlagsversuchen rund um die Kraftwerke Jänschwalde und Schwarze Pumpe sowie zu Vorfällen bei Gohr, Bergheim-Rheidt, Dormagen und Weisweiler bekannt haben. Bei einer Wohnungsdurchsuchung sei Sprengstoff sichergestellt worden, später sei sein zum Wohnmobil umgebauter Lastwagen am Hambacher Forst entdeckt worden. Der Mann ist flüchtig, die Polizei fahndet öffentlich mit Fotos. Bestätigt ist seine Verantwortung nicht – es gilt die Unschuldsvermutung. Reul schließt auch eine „fremdstaatlich gesteuerte Sabotage“ nicht aus.
Wenn der Staat seine Lebensadern nicht schützt
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von „Klimaextremismus“ und warnte, mit weiteren Anschlagsszenarien sei zu rechnen. Aus Sicht unserer Redaktion ist das ein spätes Eingeständnis: Über Jahre wurde die kritische Infrastruktur politisch als Selbstverständlichkeit behandelt – Zäune, Kameras, Drohnen? Fehlanzeige.
Bemerkenswert deutlich äußerte sich der Chef des Übertragungsnetzbetreibers Amprion, Christoph Müller, in einem Zeitungsinterview:
„Die Wirtschaft muss viele Angaben zu Strom- und Gasnetzen öffentlich machen und ins Netz stellen. So machen wir es Attentätern unnötig leicht – egal, aus welcher Ecke sie kommen.“
Müller forderte laut dem Bericht, Transparenzvorschriften zu entschärfen und Video- sowie Drohnenüberwachung auszuweiten. Übersetzt heißt das: Der eigene Regulierungswahn liefert potenziellen Angreifern die Landkarte gleich mit.
Was Bürger daraus lernen können
Ein Stromnetz, das an einzelnen Umspannwerken angreifbar ist, ist die Achillesferse einer hochtechnisierten Volkswirtschaft. Wer 500 Milliarden Euro Sondervermögen verwaltet, sollte zuerst die Lebensadern des Landes sichern – nicht Symbolprojekte.
Für private Haushalte bleibt die alte Erkenntnis: Vorsorge ist kein Pessimismus, sondern Eigenverantwortung. Notvorrat, Bargeld und physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind bewährte Bausteine, um Vermögen unabhängig von Netzen, Servern und politischen Launen zu bewahren.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er spiegelt unsere Einschätzung auf Basis der uns vorliegenden Informationen. Jeder Leser trifft Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst informieren.

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











