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Kettner Edelmetalle
03.01.2026
14:29 Uhr

Blackout in Berlin: 45.000 Haushalte im Dunkeln – Brandstiftung vermutet

Ein verheerender Brand an einer Kabelbrücke über dem Teltowkanal hat am frühen Samstagmorgen weite Teile des Berliner Südwestens in die Dunkelheit gestürzt. Rund 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Gewerbebetriebe sind von dem massiven Stromausfall betroffen. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung – ein Szenario, das erschreckende Erinnerungen an einen politisch motivierten Anschlag im vergangenen September weckt.

Kritische Infrastruktur erneut im Visier

Die Dimension des aktuellen Vorfalls lässt aufhorchen. Henrik Beuster, Sprecher von Stromnetz Berlin, konnte keine Angaben machen, wann die Versorgung vollständig wiederhergestellt sein wird. Die Stadtteile Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde sind besonders betroffen. Der Brand beschädigte mehrere Kabel, die zum nahegelegenen Kraftwerk Lichterfelde führen – ein neuralgischer Punkt der hauptstädtischen Energieversorgung.

Die Polizei warnte die Bevölkerung eindringlich vor den Folgen des Stromausfalls. Neben dem offensichtlichen Verlust der Elektrizität drohen auch Heizungsausfälle – mitten im Winter eine potenziell lebensbedrohliche Situation für vulnerable Gruppen. Die Behörden empfahlen Betroffenen, bei Freunden oder Verwandten Unterschlupf zu suchen.

Déjà-vu: Parallelen zum September-Anschlag

Der aktuelle Vorfall erinnert fatal an einen Brandanschlag im September, bei dem zwei Strommasten im Südosten Berlins Ziel eines politisch motivierten Angriffs wurden. Damals waren zunächst 50.000 Kunden betroffen, der Stromausfall zog sich über mehrere Tage hin. Dass nun erneut kritische Infrastruktur brennt, wirft unbequeme Fragen auf.

Wie sicher ist Deutschlands Energieversorgung tatsächlich? Während die Politik sich in ideologischen Debatten über Energiewende und Klimaneutralität verliert, scheint der Schutz grundlegender Versorgungsstrukturen sträflich vernachlässigt zu werden. Eine Kabelbrücke über einem Kanal – kein Hochsicherheitstrakt, sondern ein offensichtlich verwundbares Ziel.

Versagen der Sicherheitspolitik?

Die Häufung solcher Vorfälle in der Hauptstadt sollte jeden Bürger alarmieren. Berlin, einst Symbol deutscher Stärke und Wiedervereinigung, verkommt zunehmend zu einem Schauplatz von Kriminalität und Sabotage. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen, doch das Vertrauen in eine schnelle Aufklärung dürfte bei vielen Berlinern begrenzt sein.

Während die Große Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur plant, stellt sich die Frage: Was nützen Milliarden für neue Projekte, wenn bestehende Anlagen nicht einmal vor Brandstiftern geschützt werden können? Die Bürger erwarten zu Recht, dass ihre Grundversorgung gewährleistet ist – rund um die Uhr, an jedem Tag des Jahres.

Der Brand ist mittlerweile gelöscht, die Stromversorgung wird schrittweise wiederhergestellt. Doch die Fragen bleiben: Wer steckt dahinter? Und vor allem: Wann wird endlich gehandelt, bevor der nächste Anschlag noch größeren Schaden anrichtet?

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