
Britische Inflation steigt überraschend – Bank of England unter Druck

Die Inflationsentwicklung im Vereinigten Königreich sorgt erneut für Unruhe an den Finanzmärkten. Im Dezember kletterte die Teuerungsrate auf 3,4 Prozent und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die lediglich mit 3,3 Prozent gerechnet hatten. Ein Dämpfer für alle, die auf eine rasche Entspannung der Preissituation gehofft hatten.
Tabaksteuer und Flugpreise treiben die Preise
Die Gründe für den unerwarteten Anstieg sind vielfältig, doch einige Faktoren stechen besonders hervor. Grant Fitzner, Chefökonom des britischen Statistikamtes ONS, machte vor allem die kürzlich eingeführten Erhöhungen der Tabaksteuer für den Preisschub verantwortlich. Doch damit nicht genug: Auch die Flugpreise zogen kräftig an, was wohl dem Reiseverkehr über die Weihnachts- und Neujahrszeit geschuldet sein dürfte.
Besonders bitter für britische Haushalte: Die Lebensmittelpreise, insbesondere für Brot und Getreideprodukte, stiegen ebenfalls spürbar an. Wer glaubte, die Inflation sei bereits gebändigt, wurde eines Besseren belehrt. Immerhin gab es auch entlastende Faktoren – sinkende Mieten und günstigere Preise für Freizeit- und Kulturangebote federten den Anstieg teilweise ab.
Kerninflation verharrt auf hohem Niveau
Die Kerninflation, bei der volatile Komponenten wie Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak herausgerechnet werden, blieb im Dezember unverändert bei 3,2 Prozent. Ein Wert, der deutlich über dem Zielkorridor der Bank of England liegt und die Notenbanker in eine unangenehme Lage bringt.
Zinsentscheidung im Februar wird zur Zitterpartie
Die Daten werfen ein Schlaglicht auf das Dilemma der britischen Geldpolitik. Noch im November hatte die Bank of England die Zinsen gesenkt, ermutigt durch eine vorübergehende Abkühlung der Teuerung auf 3,2 Prozent. Doch nun stellt sich die Frage: Wird die Notenbank im Februar tatsächlich nachlegen, oder zwingt sie die hartnäckige Inflation zum Abwarten?
"Ein kleiner monatlicher Preisanstieg dürfte die Notenbanker kurzfristig nicht beunruhigen, zumal das Lohnwachstum weiter rückläufig ist."
So kommentierte Scott Gardner von J.P. Morgan Personal Investing die Lage. Sollte sich der Trend bei den Löhnen fortsetzen und in den Inflationsdaten widerspiegeln, könnte die Bank of England sogar schneller als erwartet zu weiteren Zinssenkungen gezwungen sein.
OECD warnt: Großbritannien mit höchster Inflation unter Industrieländern
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hatte bereits prognostiziert, dass das Vereinigte Königreich in diesem Jahr die höchste Inflationsrate unter allen entwickelten Volkswirtschaften verzeichnen werde. Eine wenig schmeichelhafte Auszeichnung, die zeigt, wie sehr die britische Wirtschaft unter den Nachwirkungen des Brexit, der Energiekrise und einer expansiven Fiskalpolitik leidet.
Das britische Pfund reagierte auf die Veröffentlichung der Daten kaum und notierte weitgehend unverändert bei 1,3231 Dollar. Die Märkte scheinen abzuwarten, wie sich die Lage in den kommenden Monaten entwickelt.
Ein Blick über den Kanal
Während Großbritannien mit seiner Inflation kämpft, zeigt sich einmal mehr, dass auch andere europäische Volkswirtschaften vor ähnlichen Herausforderungen stehen. In Deutschland etwa treibt die expansive Schuldenpolitik der neuen Bundesregierung die Sorgen vor künftiger Geldentwertung weiter an. Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, sollte daher über eine Beimischung physischer Edelmetalle wie Gold und Silber nachdenken – bewährte Werte in Zeiten monetärer Unsicherheit.
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