
Der ewige Sündenbock: Wie westliche Eliten ihre Kriegsverbrechen mit religiösen Märchen rechtfertigen
Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Dreistigkeit sich die Propagandamaschinerie des Westens immer wieder derselben abgedroschenen Lügen bedient. Während in Gaza ein Völkermord vor den Augen der Weltöffentlichkeit stattfindet, versuchen israelische Politiker und ihre westlichen Handlanger uns weiszumachen, der arabische Hass auf Israel sei religiös motiviert. Diese Behauptung ist nicht nur eine Beleidigung für jeden denkenden Menschen, sondern auch eine perfide Strategie, um von den wahren Verbrechen abzulenken.
Die Wiederholung der Geschichte: Von Bush zu Netanyahu
Erinnern wir uns an die Zeit nach dem 11. September 2001. Damals verkündete George W. Bush mit ernster Miene, die Terroristen würden Amerika "wegen unserer Freiheit" hassen. Diese lächerliche Behauptung diente als Rechtfertigung für völkerrechtswidrige Kriege, die Millionen von Menschenleben kosteten und ganze Regionen destabilisierten. Heute erleben wir eine Neuauflage dieser Propaganda-Show, nur dass diesmal die Religion als Vorwand herhalten muss.
Die Wahrheit ist so simpel wie unbequem: Menschen hassen ihre Unterdrücker nicht wegen deren Religion oder Freiheit, sondern wegen der Bomben, die auf ihre Häuser fallen, wegen der Kinder, die unter Trümmern begraben werden, und wegen der systematischen Entmenschlichung, die sie täglich erleiden müssen.
Die Komplizenschaft des Westens
Besonders perfide ist die Rolle der westlichen Politiker in diesem blutigen Schauspiel. Sie geben sich als Friedensstifter, fordern halbherzig Waffenstillstände und sprechen von einem palästinensischen Staat - während sie gleichzeitig die Waffen liefern, mit denen der Genozid durchgeführt wird. Diese Heuchler sind, wie die Journalistin Caitlin Johnstone treffend formuliert, "Netanyahu mit dem Lächeln eines netten Kerls".
"Sie werfen die Bomben nicht ab und feuern die Kugeln nicht ab, aber sie tragen dazu bei, dass es weiterhin Tod und Zerstörung auf die Palästinenser regnet."
Die neue deutsche Bundesregierung unter Friedrich Merz macht da keine Ausnahme. Während man sich nach außen hin staatsmännisch gibt und von Verantwortung spricht, fließen weiterhin Waffenlieferungen und diplomatische Rückendeckung an ein Regime, das offen ethnische Säuberungen betreibt.
Die Propaganda-Maschinerie läuft auf Hochtouren
Wie verzweifelt das System mittlerweile agiert, zeigt sich auch an anderen Fronten. In Australien wurde kürzlich behauptet, der Iran stehe hinter antisemitischen Anschlägen im Land. Als herauskam, dass diese "Erkenntnisse" maßgeblich vom israelischen Geheimdienst geliefert wurden, war die Katze aus dem Sack. Hier wird mit allen Mitteln versucht, ein Feindbild aufzubauen und von den eigenen Verbrechen abzulenken.
Das System als Problem
Die wahre Tragödie liegt jedoch tiefer. Es geht nicht nur um einzelne korrupte Politiker oder geheime Verschwörungen. Das gesamte System ist auf Ausbeutung, Krieg und Unterdrückung ausgelegt. Solange Profit über Menschenleben gestellt wird, solange Konzerne und Oligarchen die Politik bestimmen, wird sich nichts Grundlegendes ändern.
Die offensichtlichen Verbrechen - der Völkermord in Gaza, die Zerstörung unserer Umwelt, die obszöne Ungleichheit zwischen Arm und Reich - sind keine Betriebsunfälle des Systems. Sie sind dessen logische Konsequenz. Ein System, in dem Menschen auf Privatjets zu Privatinseln fliegen, während andere nicht wissen, wie sie ihre Miete bezahlen sollen, ist fundamental krank.
Zeit für echte Veränderung
Es reicht nicht, einzelne Akteure auszutauschen. Selbst wenn man alle derzeitigen Kriegstreiber und Profiteure aus ihren Ämtern jagen würde, kämen ohne systemische Veränderungen sofort neue nach. Was wir brauchen, ist ein grundlegender Wandel - weg von einem System, das auf Ausbeutung basiert, hin zu einer Ordnung, die den Menschen und nicht den Profit in den Mittelpunkt stellt.
Die Lüge vom religiösen Hass ist nur ein weiterer Versuch, uns von dieser Erkenntnis abzulenken. Lassen wir uns nicht täuschen. Die Menschen im Nahen Osten hassen nicht "unsere Religion" oder "unsere Freiheit". Sie hassen die Bomben, die Besatzung, die Demütigung und den Tod, den wir über sie bringen. Und sie haben jedes Recht dazu.
Es ist höchste Zeit, dass wir aufhören, uns selbst zu belügen, und anfangen, die Verantwortung für unsere Taten zu übernehmen. Nur dann kann es echten Frieden geben - nicht durch leere Phrasen und geheuchelte Diplomatie, sondern durch Gerechtigkeit und grundlegende Veränderung.
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