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Kettner Edelmetalle
10.02.2026
10:27 Uhr

Deutschlands Baubranche im freien Fall: Bürokratie-Wahnsinn lähmt ein ganzes Land

Während Politiker aller Couleur gebetsmühlenartig den Bürokratieabbau beschwören, offenbart das aktuelle Frühjahrsgutachten der sogenannten Immobilienweisen eine erschütternde Realität: Die deutsche Bauwirtschaft liegt am Boden – und die Regulierungswut des Staates drückt sie immer tiefer in den Abgrund. Was sich in den nüchternen Zahlen der vom Spitzenverband der Immobilienwirtschaft (ZIA) beauftragten Studie verbirgt, ist nichts weniger als das Zeugnis eines strukturellen Versagens.

34 Jahre Planung – und kein Meter Straße gebaut

Wer verstehen will, warum Deutschland international zunehmend als Standort belächelt wird, muss nur nach Rennerod im Westerwald blicken. Dort begann man 1993 – im Jahr der Teilung der Tschechoslowakei und der Freilassung Erich Honeckers – mit der Planung einer Umgehungsstraße. Seitdem sind 34 Jahre vergangen. Das Ergebnis? Keine Straße, dafür 380.000 Euro verbrannte Steuergelder für Planungsunterlagen, die am Ende nicht einmal mehr lesbar gewesen sein sollen. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein Drittel eines Jahrhunderts Verwaltungsarbeit, und das Verfahren beginnt nun wieder von vorn.

Der Verbandsbürgermeister Gerrit Müller, der als Grundschüler den Beginn der Planungen erlebte, hofft mittlerweile nur noch darauf, die fertige Straße als Rentner zu sehen. Er ist 44 Jahre alt. Absurder lässt sich das Scheitern deutscher Verwaltungskultur kaum illustrieren. Einsprüche von Naturschutzverbänden wegen Wildkatzen und Fledermäusen, endlose Debatten über Trassenverläufe, ein Planfeststellungsverfahren, das sich über Jahre hinzog – und am Ende steht die kleine Stadt im Stau, verliert Kaufkraft und kann weder Neubausiedlungen noch Gewerbegebiete entwickeln.

Bauwirtschaft ein Viertel unter Höchststand

Was in Rennerod im Kleinen sichtbar wird, bestätigt das Frühjahrsgutachten im großen Maßstab. Die Gesamtleistung der Bauwirtschaft liegt demnach ein Viertel unter dem Niveau von 2022. Ein dramatischer Einbruch, der nicht etwa durch eine Naturkatastrophe oder einen externen Schock verursacht wurde, sondern durch hausgemachte Probleme: überbordende Regulierung, zersplitterte Planungsverfahren und eine politische Klasse, die seit Jahren mehr redet als handelt.

ZIA-Präsidentin Iris Schöberl bringt es auf den Punkt: Deutschland stecke in einer strukturellen Krise. Sie fordert den sogenannten Gebäudetyp E – also einfacheres Bauen –, niedrigere Erwerbsnebenkosten und einheitliche Planungsverfahren. Forderungen, die man seit Jahren hört und die dennoch regelmäßig im Dickicht der Zuständigkeiten zwischen Bund, Ländern und Kommunen versanden.

Wohnungsbau: Die Lücke wird immer größer

Besonders alarmierend sind die Prognosen für den Wohnungsbau. Für 2026 werden lediglich 215.000 fertiggestellte Wohnungen erwartet – bei einem jährlichen Bedarf von 257.400 Wohneinheiten bis 2040. Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage klafft also immer weiter auseinander. Und während die Mieten in den Ballungsräumen unaufhörlich steigen, diskutiert die Politik lieber über Mietpreisbremsen und Kappungsgrenzen, die – so der Wirtschaftswissenschaftler Lars Feld – die Investitionsanreize weiter vermindern.

Hier zeigt sich ein fundamentales Missverständnis, das die deutsche Politik seit Jahren durchzieht: Man bekämpft Symptome statt Ursachen. Wer bezahlbaren Wohnraum schaffen will, muss Bauen wieder wirtschaftlich attraktiv machen – nicht den Markt mit immer neuen Regulierungen ersticken. Der von der Bundesregierung unter Friedrich Merz beschlossene „Bau-Turbo" sei zwar ein erster Schritt, so Feld, aber keineswegs der erhoffte „Gamechanger".

Ein Land, das sich selbst fesselt

Was wir hier beobachten, ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Entwicklung, in der Deutschland sich Schicht um Schicht in ein Korsett aus Vorschriften, Verordnungen und Genehmigungspflichten geschnürt hat. Jede Regierung – ob rot-grün, schwarz-gelb oder die gescheiterte Ampel – hat neue Regeln hinzugefügt, kaum eine hat bestehende abgebaut. Das Resultat ist ein Staat, der vor lauter Selbstverwaltung seine Kernaufgaben nicht mehr erfüllen kann: Straßen bauen, Wohnraum schaffen, Infrastruktur erhalten.

Die Große Koalition unter Merz und Klingbeil hat mit ihrem 500-Milliarden-Sondervermögen zwar finanzielle Mittel bereitgestellt. Doch was nützen Milliarden, wenn jedes Bauprojekt in einem Labyrinth aus Genehmigungsverfahren, Umweltverträglichkeitsprüfungen und Klagemöglichkeiten stecken bleibt? Geld allein löst keine strukturellen Probleme – es braucht den politischen Willen, den Regulierungsdschungel radikal zu lichten. Und genau daran mangelt es seit Jahrzehnten.

Lars Feld warnt eindringlich: Investitionen würden zurückhaltender getätigt, Innovationen verzögerten sich, und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts leide massiv. Deutschland drohe, den Anschluss zu verlieren – nicht weil es an Kapital oder Fachkräften mangelt, sondern weil der Staat seinen eigenen Bürgern und Unternehmen im Weg steht.

Wenn Bürokratie zur Wohlstandsbremse wird

Das Beispiel Rennerod ist dabei nur die Spitze des Eisbergs. In ganz Deutschland warten Kommunen auf Genehmigungen, scheitern Bauherren an widersprüchlichen Landesbauordnungen, und verzweifeln Investoren an Verfahren, die sich über Jahre hinziehen. Dass die Planungsunterlagen für eine simple Umgehungsstraße nach zahllosen Änderungen „nicht mehr lesbar" waren, ist keine Anekdote – es ist ein Symptom einer Verwaltung, die sich in ihrer eigenen Komplexität verloren hat.

Für den deutschen Bürger bedeutet das konkret: steigende Mieten, fehlende Wohnungen, marode Straßen und eine Wirtschaft, die unter der Last der Bürokratie ächzt. Wer in dieser Situation sein Vermögen schützen möchte, tut gut daran, auf bewährte Werte zu setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher erwiesen – unabhängig von politischen Fehlentscheidungen, Inflationsrisiken und dem Verfall staatlicher Infrastruktur. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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