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Kettner Edelmetalle
26.03.2026
10:46 Uhr

Energiechaos in Asien: Panikkäufe, Milliardenpakete und das Ende westlicher Sanktionsmoral

Energiechaos in Asien: Panikkäufe, Milliardenpakete und das Ende westlicher Sanktionsmoral

Der Krieg im Nahen Osten entfaltet seine verheerenden wirtschaftlichen Schockwellen – und trifft die asiatischen Volkswirtschaften mit voller Wucht. Während sich in Indien kilometerlange Schlangen vor den Tankstellen bilden, rufen die Philippinen den nationalen Energienotstand aus. Südkorea schnürt ein Milliarden-Entlastungspaket. Und mittendrin steht eine bittere Ironie: Ausgerechnet russisches Öl soll nun die Versorgungslücken stopfen, die der Westen mit seiner geopolitischen Eskalationspolitik selbst mitverursacht hat.

Indien im Griff der Hamsterkäufe

Indien, das rund 85 Prozent seines Ölbedarfs durch Importe deckt, erlebt derzeit Szenen, die an die schlimmsten Tage der Corona-Panikkäufe erinnern. In zahlreichen Städten und Regionen des Subkontinents stürmen die Menschen die Tankstellen, getrieben von Gerüchten über bevorstehende Kraftstoffengpässe. Die Regierung von Premierminister Narendra Modi versucht zu beschwichtigen. Eine Sprecherin des Ölministeriums forderte die Bevölkerung auf, keinen Gerüchten Glauben zu schenken und sich nicht an Hamsterkäufen zu beteiligen. Die Vorräte seien gut gefüllt, die Preise an den Zapfsäulen weitgehend stabil.

Doch die Realität auf den Straßen spricht eine andere Sprache. Im westlichen Bundesstaat Gujarat hat sich der Kraftstoffabsatz bereits verdoppelt. Die Polizei bewacht dort mittlerweile die Tanklager – ein Bild, das man eher aus Krisenstaaten kennt als aus der fünftgrößten Volkswirtschaft der Welt. Die Sperrung der Straße von Hormus, durch die normalerweise ein Großteil des Öls und Erdgases aus den Golfstaaten nach Asien fließt, hat die Verwundbarkeit dieser importabhängigen Nationen schonungslos offengelegt.

Philippinen greifen zu russischem Öl – Sanktionsmoral über Bord

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung auf den Philippinen. Der Inselstaat, traditionell ein enger Verbündeter der Vereinigten Staaten, hat erstmals seit fünf Jahren wieder russisches Öl importiert. Ein unter der Flagge Sierra Leones fahrender Tanker namens „Sara Sky" legte mit mehr als 700.000 Barrel russischem Rohöl im Hafen von Limay in der Provinz Bataan an. Noch vor wenigen Monaten wäre ein solcher Vorgang aufgrund der westlichen Sanktionen gegen Russland im Zuge des Ukraine-Krieges politisch undenkbar gewesen.

Dass dies nun möglich wurde, verdankt sich einer stillen Kehrtwende Washingtons. Anfang des Monats hatten die USA bestimmte Sanktionen gelockert und den Kauf von russischem Öl, das sich bereits auf See befand, bis zum 11. April genehmigt. Der Grund liegt auf der Hand: Die explodierenden Ölpreise infolge des Krieges gegen den Iran werden für US-Präsident Donald Trump innenpolitisch zunehmend zum Problem. Man könnte fast meinen, die vielgepriesene wertebasierte Außenpolitik des Westens ende genau dort, wo der Spritpreis an der heimischen Zapfsäule beginnt.

Die Heuchelei der Sanktionspolitik

Was sich hier offenbart, ist nichts weniger als das Scheitern einer ideologisch aufgeladenen Sanktionspolitik, die stets mehr Symbolik als Substanz war. Jahrelang wurde Russland als Energielieferant geächtet, wurden Länder unter Druck gesetzt, kein russisches Öl zu kaufen. Nun, da die geopolitische Lage im Nahen Osten eskaliert und die Versorgungssicherheit ganzer Nationen auf dem Spiel steht, werden die Sanktionen klammheimlich gelockert. Realpolitik schlägt Moralpolitik – eine Lektion, die man in Berlin und Brüssel offenbar immer noch nicht gelernt hat.

Südkorea und Japan: Milliardenschwere Notmaßnahmen

Auch Südkorea reagiert mit drastischen Maßnahmen auf die Energiekrise. Die Regierung in Seoul kündigte ein Ausgabenpaket in Höhe von 25 Billionen Won an – umgerechnet rund 14,4 Milliarden Euro. Der Löwenanteil soll in Form von Steuerrabatten an die Verbraucher fließen. Zuvor hatte Seoul bereits eine Deckelung der Spritpreise verkündet. Südkorea ist, wie die meisten asiatischen Industrienationen, massiv von Ölimporten aus der Golfregion abhängig – Importe, die wegen der Sperrung der Straße von Hormus derzeit schlicht nicht auf den Markt gelangen.

Japan befindet sich in einer vergleichbaren Notlage. Die Regierung in Tokio hat angekündigt, die Freigabe der nationalen Ölreserven ein weiteres Mal auszuweiten. Für ein Land, das nach der Abschaltung zahlreicher Kernkraftwerke nach der Fukushima-Katastrophe ohnehin stärker auf fossile Energieträger angewiesen ist, eine besonders brisante Situation.

Was Deutschland daraus lernen sollte

Die Ereignisse in Asien sollten auch hierzulande als Weckruf verstanden werden. Deutschland hat sich unter der Vorgängerregierung in eine beispiellose Energieabhängigkeit manövriert – erst von Russland, dann von den volatilen Weltmärkten für Flüssiggas. Die ideologisch motivierte Abschaltung der letzten Kernkraftwerke im April 2023 hat die Verwundbarkeit der deutschen Energieversorgung weiter verschärft. Während andere Nationen pragmatisch handeln und ihre Energiequellen diversifizieren, diskutiert man in Berlin lieber über Klimaschutzprogramme und CO₂-Reduktionsziele.

Die aktuelle Krise zeigt einmal mehr: Energiesicherheit ist kein abstraktes Konzept, sondern eine Frage der nationalen Souveränität. Wer seine Energieversorgung nicht selbst in der Hand hat, ist den Launen geopolitischer Konflikte schutzlos ausgeliefert. Die Bilder von bewachten Tanklagern in Gujarat und Energienotständen auf den Philippinen könnten morgen auch in Europa Realität werden – wenn die Politik nicht endlich aufwacht.

Gold als Krisenversicherung gefragter denn je

In Zeiten eskalierender geopolitischer Spannungen und wachsender Unsicherheit an den Energiemärkten zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Während Papierwerte schwanken und Währungen unter dem Druck steigender Energiekosten und inflationärer Geldpolitik leiden, bleibt Gold der ultimative sichere Hafen. Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, sollte physische Edelmetalle als unverzichtbaren Bestandteil eines breit diversifizierten Portfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines qualifizierten Finanzberaters getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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