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29.07.2026
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Faucis Tagebuch entlarvt: Wie Karl Lauterbach seine Impfpolitik in Washington abholte

Faucis Tagebuch entlarvt: Wie Karl Lauterbach seine Impfpolitik in Washington abholte

Es gibt Sätze, die mehr über den Zustand eines Landes verraten als jede Regierungserklärung. Einer davon steht nun schwarz auf weiß in den freigegebenen Tagebüchern des ehemaligen US-Chef-Virologen Anthony Fauci: Der deutsche Bundesgesundheitsminister habe sich „sehr, wirklich sehr stark“ auf seinen Rat gestützt, wenn es um die Frage gegangen sei, welche Auffrischungsimpfung die Deutschen bekommen sollten und wie diese zu verteilen sei. Nicht der Bundestag. Nicht das Robert-Koch-Institut. Nicht die Ständige Impfkommission. Sondern ein Beamter in Washington, der heute unter Eid vor einem Untersuchungsausschuss des US-Senats aussagen muss.

Ein Zoom-Meeting, das man kennen sollte

Der 30. Juni 2022 dürfte als bemerkenswertes Datum in die Aufarbeitung der Corona-Jahre eingehen. Fauci notiert ein „wichtiges Zoom-Meeting“ – mit dem deutschen Gesundheitsminister, mit dem Vorstandschef von BioNTech und mit dem damaligen Corona-Beauftragten des Weißen Hauses. Thema: die optimale Booster-Strategie für den Herbst. Man stelle sich das Bild vor: Ein Politiker, der über die Gesundheit von 84 Millionen Bürgern entscheidet, ein Pharmaunternehmer, der an jeder Dosis mitverdient, und zwei amerikanische Regierungsvertreter sitzen in derselben virtuellen Runde und stimmen ab, was den Deutschen in den Oberarm gespritzt wird.

Am Ende der Diskussion sei klargeworden, so hält es Fauci fest, dass er und der BioNTech-Chef den deutschen Minister „überzeugt“ hätten, welcher Weg der bessere sei. Überzeugt. Nicht beraten, nicht informiert – überzeugt. Wer in diesen Wochen als kritischer Bürger nach den Grundlagen der deutschen Impfentscheidungen fragte, wurde als wissenschaftsfeindlich abgestempelt. Heute erfahren wir, dass die entscheidende Weichenstellung offenbar in einer Videokonferenz mit einem Impfstoffhersteller am Tisch fiel.

Millionen Dosen, zwei Konzerne, ein ratloser Minister

Besonders pikant sind Faucis Notizen zur Bestellpraxis. Der Minister habe bereits Millionen Dosen des bivalenten Moderna-Präparats geordert sowie Dosen von Pfizer – und sei dann unsicher gewesen, welches Produkt eigentlich das richtige sei. Fauci vermerkt trocken, Moderna werbe „natürlich massiv“ für sein Produkt. An anderer Stelle heißt es, Deutschland tendiere zu einem bivalenten Omikron-Impfstoff, gerade weil Moderna dies vorantreibe und die bereits produzierten Dosen nicht ungenutzt lassen wolle.

Erst wird bestellt, dann wird überlegt, was man eigentlich bestellt hat – und die Rechnung zahlt der Steuerzahler. Milliarden für Impfdosen, die später schlicht vernichtet wurden.

Wer sich fragt, warum das Vertrauen in staatliche Institutionen in Deutschland erodiert, findet hier eine Antwort. Es war nicht die Skepsis der Bürger, die das Vertrauen zerstörte. Es war die Erkenntnis, dass hinter dem apodiktischen „Die Wissenschaft sagt“ ein Geflecht aus Herstellerinteressen, transatlantischen Absprachen und persönlichen Sympathien lag.

Vom Berater zum „Freund“ – und ein Selfie für die Tochter

Denn menschlich wurde es offenbar auch. Am 8. Dezember 2022 hält Fauci fest, der deutsche Minister sei ihm „mittlerweile so etwas wie ein Freund geworden“, weil er ihn bei jedem Washington-Besuch sehen wolle. Er schätze seinen Rat sehr – und nenne ihn in Deutschland einen „Rockstar“. Nach einem Treffen im Juli 2022 habe man Handynummern getauscht, regelmäßige Anrufe seien versprochen worden. Und weil die damals 15-jährige Tochter des Ministers ein großer Fan des Amerikaners gewesen sei, habe man noch um ein Foto gebeten. Am Tag darauf posierten beide auf X, brav mit schwarzen FFP2-Masken.

Man muss sich das vor Augen halten: Während in Deutschland Kinder in Schulen mit Masken saßen, Gastronomen ruiniert wurden, Ungeimpfte vom öffentlichen Leben ausgeschlossen und als Gefahr für die Allgemeinheit gebrandmarkt wurden, sammelte der zuständige Minister Selfies mit seinem Idol. Nüchterne Amtsführung sieht anders aus.

Die Aufarbeitung findet in Washington statt – nicht in Berlin

Und genau hier liegt der eigentliche Skandal. Es sind amerikanische Senatoren, die Tausende Seiten Dokumente veröffentlichen, Widersprüche offenlegen und den einst unantastbaren Chef-Virologen unter Eid befragen. In Deutschland dagegen wurde jede ernsthafte Aufarbeitung verschleppt, verwässert, in Ausschüssen mit begrenztem Mandat begraben. Die geschwärzten RKI-Protokolle mussten von Journalisten erklagt werden. Eine echte Rechenschaft über Grundrechtseingriffe historischen Ausmaßes hat dieses Land nie erhalten.

Stattdessen wechselten die Verantwortlichen ins nächste Amt oder in den lukrativen Ruhestand. Wer damals warnte, dass hier Entscheidungen von enormer Tragweite ohne belastbare Grundlage getroffen wurden, gilt bis heute in manchen Redaktionen als Verdächtiger. Dass die Tagebücher eines Amerikaners nun offenlegen, wie deutsche Gesundheitspolitik tatsächlich zustande kam, ist ein Armutszeugnis für unsere eigene politische Kultur – und für eine Presselandschaft, die jahrelang lieber applaudierte als nachfragte.

Was bleibt: das Misstrauen als bittere Lehre

Auch das Thema Affenpocken habe man erörtert, notiert Fauci – die Lage in Deutschland sei nach Darstellung des Ministers „außer Kontrolle“ geraten. Die Formulierung passt ins Bild jener Jahre, in denen mit Alarmvokabular regiert wurde, während die Kompetenz zur Krisenbewältigung sichtbar im Ausland eingekauft werden musste.

Für den Bürger bleibt eine unangenehme Erkenntnis: Wenn Grundrechte, Wirtschaftsleistung und persönliche Freiheit von einem Telefonat abhängen, das ein Minister nach Übersee führt, dann ist Verlass allein auf das, was man selbst in den Händen hält. Wer damals erlebte, wie schnell Konten, Berufsausübung und Bewegungsfreiheit an politischen Wohlwollen gekoppelt wurden, hat begriffen, warum physische Sachwerte wie Gold und Silber in einem breit gestreuten Vermögen ihren festen Platz verdienen – greifbar, unabhängig von Verordnungen, Datenbanken und Zoom-Meetings.

Die Aufarbeitung hat gerade erst begonnen. Und sie wird, wenn es nach den bisherigen Erfahrungen geht, nicht aus Berlin kommen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen dar. Er ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jede Anlageentscheidung – auch in Edelmetalle – erfordert eigene, sorgfältige Recherche und liegt in der ausschließlichen Verantwortung des Anlegers. Für Vermögensdispositionen empfehlen wir die Hinzuziehung qualifizierter, unabhängiger Fachberater.

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