
Flucht nach Fernost: Deutscher Mittelstand kehrt der Heimat den Rücken

Was einst undenkbar schien, wird zur bitteren Realität: Deutsche Mittelständler verlagern ihre Produktion zunehmend nach China. Nicht etwa aus Abenteuerlust oder blindem Expansionsdrang – sondern weil ihnen die Politik in der Heimat schlicht den Boden unter den Füßen wegzieht. Das Gütesiegel „Made in Germany" wandert still und leise gen Osten, während Berlin weiterhin an ideologischen Luftschlössern baut.
Ein Maschinenbauer aus der Pfalz als Symptom einer Krise
In Germersheim, einer beschaulichen Stadt im Süden von Rheinland-Pfalz, hämmern und schrauben Arbeiter der Firma Aura an Anlagen für industrielle Prozesswärme. Pressen, Backöfen – solide deutsche Ingenieurskunst. Doch der Schein trügt. Geschäftsführer Patric Burkhart beschreibt eine Entwicklung, die symptomatisch für den gesamten deutschen Mittelstand ist: Einzelkomponenten werden zwar noch in Deutschland entwickelt und gefertigt, doch die Endmontage findet längst in China statt. Was vor drei Jahren mit dem Zukauf einzelner Pumpen aus Fernost begann, hat sich zu einer fundamentalen Verschiebung der Wertschöpfungskette ausgewachsen.
„Ohne diese Arbeitsteilung könnten wir bei den Kosten in Deutschland international nicht mehr mithalten", gesteht Burkhart freimütig ein. Ein Satz, der wie ein Epitaph auf den Grabstein des Industriestandorts Deutschland gemeißelt werden könnte.
Vom Absatzmarkt zum übermächtigen Konkurrenten
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Chinas Handelsüberschuss ist im vergangenen Jahr auf sagenhafte 1,2 Billionen Dollar angeschwollen. Deutsche Unternehmen haben 2025 laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) rund sieben Milliarden Euro neu in China investiert – ein Zuwachs, der über dem der beiden Vorjahre liegt. Während hierzulande Bürokratie wuchert, Energiepreise explodieren und die Steuerlast erdrückend bleibt, rollt Peking den roten Teppich aus.
Früher war China ein dankbarer Abnehmer deutscher Maschinen. Heute produziert das Reich der Mitte selbst qualitativ hochwertige Anlagen und drängt auf die Weltmärkte. Burkhart sieht sein Unternehmen noch in einer Nische – individuelle Lösungen statt Massenware. Doch wie lange diese Nische Bestand haben wird, wagt er offenbar selbst nicht zu prognostizieren.
„China möchte das bessere Deutschland bauen"
Der Wirtschaftsexperte Daniel Stelter findet drastische Worte für die Lage. China verfüge inzwischen über hervorragend ausgebildete Arbeitskräfte, günstige Energie und eine konsequente Industriepolitik, die gezielt deutsche Firmen anlocke. Erst seien die großen Automobilkonzerne gegangen, dann deren Zulieferer. Nun folge der Mittelstand – das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. „China möchte das bessere Deutschland bauen. Bislang machen sie das erfolgreich", konstatiert Stelter nüchtern.
Besonders alarmierend: Laut Stelter gäben bereits 50 Prozent der in China tätigen deutschen Unternehmen an, dass die Volksrepublik in fünf Jahren die Technologieführerschaft in vielen Branchen übernehmen werde. Fünf Jahre. Nicht fünfzig. Fünf.
Politische Tabus als Standort-Killer
Stelter fordert grundlegende Reformen und scheut dabei nicht vor unbequemen Wahrheiten zurück. Die Energiewende habe nicht zu günstigerer, sondern zu massiv teurerer Energie geführt. Politische Tabus müssten endlich infrage gestellt werden – allen voran die ideologisch motivierte Ablehnung der Kernenergie. Zudem müssten die Arbeitskosten sinken, nicht durch Lohnkürzungen, sondern durch eine überfällige Reform des aufgeblähten Sozialstaats.
Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass genau diese Reformen unter der aktuellen Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD bestenfalls in homöopathischen Dosen zu erwarten sind. Friedrich Merz hatte im Wahlkampf vollmundig versprochen, keine neuen Schulden zu machen – und plant nun ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen, das kommende Generationen mit Zinszahlungen belasten wird. Von einer echten Energiewende-Korrektur oder einem mutigen Bürokratieabbau ist weit und breit nichts zu sehen.
Der 400-Meter-Lauf mit 100 Metern Rückstand
Patric Burkhart bringt die Misere seines Unternehmens in ein eindrückliches Bild: „Wir sind bei einem 400-Meter-Lauf. Aber während unsere Konkurrenz an der Startlinie losläuft, starten wir hundert Meter hintendran." Noch schaffe man es unter die ersten zehn, aber es werde immer schwieriger. Und wenn die Politik weiterhin untätig bleibe? Dann werde sein Unternehmen gezwungen sein, immer mehr Produktion nach China zu verlagern.
Es ist ein Teufelskreis, der sich vor unseren Augen entfaltet. Hohe Energiepreise, erdrückende Steuerlast, ausufernde Bürokratie und ein Fachkräftemangel, der durch eine verfehlte Bildungs- und Migrationspolitik noch verschärft wird – all das treibt den Mittelstand in die Arme Pekings. Und mit jedem Unternehmen, das geht, verschwinden Arbeitsplätze, Know-how und Steuereinnahmen. Die Abwärtsspirale dreht sich schneller und schneller.
Ein Weckruf, der verhallen wird?
Deutschland war einmal die Werkbank der Welt. Ein Land, dessen Ingenieure bewundert, dessen Produkte begehrt und dessen Mittelstand beneidet wurde. Doch während andere Nationen ihre Industrie mit günstiger Energie, schlanker Bürokratie und strategischer Weitsicht stärken, leistet sich die Bundesrepublik den Luxus ideologischer Experimente auf Kosten ihrer wirtschaftlichen Substanz. Die Energiewende, die einst als deutsches Vorzeigeprojekt gefeiert wurde, entpuppt sich als Standort-Killer ersten Ranges.
Wer glaubt, der Verlust industrieller Wertschöpfung ließe sich durch Dienstleistungsjobs und Start-up-Förderung kompensieren, der irrt gewaltig. Der Mittelstand ist nicht irgendein Wirtschaftssektor – er ist das Fundament, auf dem der deutsche Wohlstand ruht. Bröckelt dieses Fundament, bröckelt alles. Die Rente, das Gesundheitssystem, die Infrastruktur. Alles.
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