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18.03.2026
08:32 Uhr

Golfregion im Umbruch: Berlin und Paris basteln an neuer Sicherheitsordnung – während Trump tobt

Golfregion im Umbruch: Berlin und Paris basteln an neuer Sicherheitsordnung – während Trump tobt

Der Iran-Krieg offenbart einmal mehr die geopolitische Zerrissenheit des Westens. Während US-Präsident Donald Trump von seinen europäischen Verbündeten militärische Gefolgschaft einfordert, versuchen Deutschland und Frankreich, sich als diplomatische Vermittler in Stellung zu bringen – ohne auch nur einen einzigen Soldaten in die Krisenregion zu entsenden. Ein Balanceakt, der Washington erwartungsgemäß in Rage versetzt.

Wadephul und Barrot: Diplomatie statt Kanonenboote

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und sein französischer Amtskollege Jean-Noël Barrot präsentierten sich bei einer gemeinsamen Podiumsdiskussion in Berlin als Architekten einer politischen Nachkriegsordnung am Persischen Golf. Beide Länder böten den USA und Israel Unterstützung für einen politischen Prozess nach Ende der Kampfhandlungen an. Eine militärische Beteiligung an der von Trump geforderten Tanker-Eskorte durch die strategisch bedeutsame Straße von Hormus lehnten sie jedoch kategorisch ab.

Wadephul, der zuvor Zypern, Israel und mehrere Golfstaaten bereist hatte, betonte, sämtliche Gesprächspartner hätten Europa gebeten, „eine Rolle zu spielen und vielleicht ein Katalysator zu sein". Gemeinsam mit den Golfstaaten müssten Gespräche über eine neue Sicherheitsarchitektur für die Region vorbereitet werden. Einen Regierungswechsel in Teheran erwarte er allerdings nicht – eine bemerkenswert nüchterne Einschätzung angesichts der Dynamik des Konflikts.

Barrot warnte seinerseits vor den destabilisierenden Folgen des Krieges. Neue Migrationsbewegungen und ein Wiederaufflammen des Terrorismus seien reale Gefahren. Deshalb brauche es einen umfassenden Plan, der Sicherheit, Stabilität und regionale Integration gewährleiste. Man darf sich fragen, ob Europa überhaupt die Mittel besitzt, solch ambitionierte Pläne umzusetzen – oder ob es sich hier einmal mehr um wohlklingende Absichtserklärungen handelt, die an der harten Realität zerschellen werden.

Trumps „Loyalitätstest" und die europäische Verweigerung

Die Reaktion aus Washington fiel erwartungsgemäß harsch aus. Trump bezeichnete die Beteiligung an der Eskorte als „Loyalitätstest" und warf den Europäern vor, seit vierzig Jahren den militärischen Schutzschirm der USA zu genießen, sich aber bei „etwas sehr Geringfügigem" nicht einbringen zu wollen. Frankreichs Reaktion sei nicht „perfekt" gewesen, spottete der US-Präsident – eine für seine Verhältnisse geradezu diplomatische Formulierung.

Pikant dabei: Noch eine Woche zuvor hatte Trump dem britischen Premierminister Keir Starmer erklärt, dieser solle sich gar nicht erst die Mühe machen, Marineeinheiten zu entsenden. Diese Widersprüchlichkeit ist typisch für Trumps Verhandlungstaktik – maximalen Druck aufbauen, um dann im entscheidenden Moment die Bedingungen nach eigenem Gutdünken zu diktieren.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth betonte zwar die militärische Überlegenheit der USA und Israels, räumte jedoch ein, dass Irans Fähigkeit zur Blockade der Meerenge von Hormus – durch die rund 20 Prozent der weltweiten Ölproduktion fließen – weiterhin eine ernstzunehmende Bedrohung darstelle. Trump deutete zudem mögliche Angriffe auf die iranische Ölinsel Kharg an und verschob eine geplante Reise nach Peking.

Deutschlands Rolle: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Für die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ist die Situation ein Drahtseilakt. Einerseits möchte man sich als verlässlicher transatlantischer Partner präsentieren, andererseits fehlt es der Bundeswehr schlicht an den Kapazitäten für eine nennenswerte militärische Beteiligung. Jahrzehntelange Vernachlässigung der Verteidigungsausgaben – ein Erbe, das vor allem die Ära Merkel und die Ampel-Jahre zu verantworten haben – rächt sich nun bitter.

Dass Wadephul stattdessen auf Diplomatie setzt, ist angesichts dieser Realität nachvollziehbar. Doch die Frage bleibt: Wie viel Gewicht hat ein Land am Verhandlungstisch, das militärisch kaum handlungsfähig ist? Die Golfstaaten mögen Europa als „Katalysator" willkommen heißen, doch ohne harte Machtmittel bleibt diese Rolle bestenfalls symbolisch.

Die steigenden Ölpreise infolge des Konflikts treffen derweil die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft mit voller Wucht. Während das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur die Staatsverschuldung in schwindelerregende Höhen treibt, verteuert sich nun auch noch die Energieversorgung – ein toxischer Cocktail für den Industriestandort Deutschland. In solch unsicheren Zeiten erweist sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisenfeste Wertanker unverzichtbar sind. Wer sein Vermögen gegen geopolitische Schocks und Inflationsrisiken absichern möchte, kommt an einer soliden Beimischung von Edelmetallen im Portfolio kaum vorbei.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der in diesem Artikel genannten Überlegungen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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