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28.02.2026
22:57 Uhr

Heizungsgesetz 2.0: SPD will Vermietern erneut in die Tasche greifen – und trifft am Ende die Mieter

Heizungsgesetz 2.0: SPD will Vermietern erneut in die Tasche greifen – und trifft am Ende die Mieter

Man könnte meinen, die Sozialdemokraten hätten aus dem Desaster des ersten Heizungsgesetzes gelernt. Doch weit gefehlt. Während die von Katherina Reiche vorangetriebene Reform des Gebäudeenergiegesetzes noch in den Kinderschuhen steckt, prescht SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Miersch bereits mit Forderungen vor, die jedem ökonomisch halbwegs gebildeten Bürger die Haare zu Berge stehen lassen dürften. Sein Credo: Die Vermieter sollen an den Kosten beteiligt werden, um die Mieter zu „schützen".

Mieterschutz als Mogelpackung

Miersch erklärte, es werde mit ihm kein Gesetz geben, das Mieter auf den Kosten sitzen lasse. Der Mieterschutz sei für ihn „zentral". Klingt edel, klingt sozial, klingt nach dem, was SPD-Wähler gerne hören. Doch wer auch nur einen Funken Verständnis für marktwirtschaftliche Zusammenhänge mitbringt, erkennt sofort: Was der Vermieter zahlt, zahlt am Ende der Mieter. Das ist keine Raketenwissenschaft, sondern schlichtes Einmaleins der Betriebswirtschaft. Vermieter sind keine Wohlfahrtsorganisationen. Sie kalkulieren ihre Kosten – und wenn diese steigen, steigen die Mieten. Punkt.

Der SPD-Fraktionschef verweist dabei auf die bereits bestehende Regelung beim CO₂-Preis, wonach Vermieter sich an den Kosten beteiligen müssen. An diesem Modell wolle man sich bei den parlamentarischen Beratungen zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetz orientieren. Was Miersch dabei geflissentlich verschweigt: Schon die bestehende CO₂-Kostenaufteilung hat dazu geführt, dass private Vermieter zunehmend die Lust am Vermieten verlieren. In einem Land, das händeringend nach Wohnraum sucht, ist das eine geradezu groteske Entwicklung.

Grüne Brennstoffe – teuer, knapp und illusorisch

Doch damit nicht genug. Die Reform von Katherina Reiche sieht vor, den Einbau von Öl- und Gasheizungen grundsätzlich weiter zu erlauben – ein Zugeständnis an die Realität, das man der CDU-Seite der Koalition zugutehalten mag. Der Haken: Ab 2029 soll eine Zumischung von zehn Prozent sogenannter grüner Gase bei Gasheizungen beziehungsweise grüner Öle bei Ölheizungen verpflichtend werden. Für Gasheizungen kämen neben Biomethan auch Wasserstoff in Frage.

Die Zahlen sprechen allerdings eine ernüchternde Sprache. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland gerade einmal zehn Terawattstunden Biomethan produziert, weitere 3,5 Terawattstunden wurden importiert. Zusammen entspricht das lächerlichen 1,5 Prozent des Gesamtbedarfs von 845 Terawattstunden. Woher also soll das benötigte Biomethan kommen? Reiche selbst setzt offenbar auf die unsichtbare Hand des Marktes und erwartet, dass sich ein entsprechender Markt bilden werde, sobald die Nachfrage steige. Zudem verweist sie auf die „großen Biogaspotenziale der Ukraine" – eines Landes, das sich bekanntlich im Krieg befindet. Man fragt sich unwillkürlich, ob hier Energiepolitik oder Wunschdenken betrieben wird.

Wasserstoff: Das Phantom der Energiewende

Wasserstoff als Alternative zum Biomethan klingt zunächst vielversprechend. Doch die Realität ist eine andere: Grüner Wasserstoff ist derzeit erheblich teurer als Biomethan, und beide Brennstoffe kosten ein Vielfaches von herkömmlichem Erdgas. Wer also glaubt, die Energiewende im Heizungskeller werde zum Schnäppchenpreis zu haben sein, der glaubt vermutlich auch, dass die Grundsteuerreform aufkommensneutral war.

Die Große Koalition der Widersprüche

Was sich hier abzeichnet, ist ein Lehrstück in politischer Schizophrenie. Die CDU unter Friedrich Merz hatte im Wahlkampf vollmundig versprochen, das verhasste Heizungsgesetz der Ampel-Ära zu entschärfen. Viele Bürger haben genau deshalb ihr Kreuz bei der Union gemacht. Nun zeigt sich: Der Koalitionspartner SPD hat ganz andere Vorstellungen. Und wie so oft in einer Großen Koalition droht am Ende ein fauler Kompromiss, der niemandem hilft – außer vielleicht den Bürokraten, die neue Verordnungen verwalten dürfen.

Die Ironie ist kaum zu überbieten: Eine Regierung, die ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur auf den Weg gebracht hat und damit kommende Generationen mit Schulden belastet, will nun auch noch den privaten Immobilienbesitzern weitere Lasten aufbürden. Gleichzeitig fehlen in Deutschland Hunderttausende Wohnungen. Jede zusätzliche Regulierung, jede weitere Kostenumlage auf Vermieter macht den Neubau und die Vermietung unattraktiver. Das Ergebnis ist absehbar: weniger Wohnungen, höhere Mieten, mehr Frust.

Eigentum wird zum Risiko

Es ist ein schleichender Prozess, der sich seit Jahren vollzieht. Grundsteuerreform, CO₂-Kostenaufteilung, Mietpreisbremse, Zweckentfremdungsverbote, drohende EU-Energieeffizienzrichtlinien – die Liste der Belastungen für Immobilieneigentümer wird immer länger. Wer heute in Deutschland eine Wohnung vermietet, braucht nicht nur Kapital, sondern auch starke Nerven und einen guten Steuerberater. Dass unter diesen Bedingungen immer weniger Menschen bereit sind, in Mietwohnungen zu investieren, überrascht niemanden – außer offenbar die SPD.

Die Frage, die sich jeder Bürger stellen sollte, lautet: Wollen wir eine Politik, die Eigentum systematisch entwertet und private Initiative bestraft? Oder wollen wir eine Politik, die Rahmenbedingungen schafft, unter denen Wohnraum entsteht und bezahlbar bleibt – nicht durch immer neue Umverteilungsmechanismen, sondern durch echte marktwirtschaftliche Anreize?

Die Antwort der SPD kennen wir bereits. Sie lautet, wie immer: mehr Staat, mehr Regulierung, mehr Umverteilung. Dass dieses Rezept noch nie funktioniert hat, scheint in der Parteizentrale am Willy-Brandt-Haus niemanden zu stören.

Physische Edelmetalle als Anker in unsicheren Zeiten

Angesichts der zunehmenden Belastungen für Immobilienbesitzer und der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit in Deutschland gewinnen alternative Formen der Vermögenssicherung an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig von politischen Launen und regulatorischen Eingriffen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Anlageportfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Absicherung des eigenen Vermögens leisten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, gründlicher Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung.

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