
Krieg am Persischen Golf: Iran trotzt Washingtons Drohungen – und der Ölpreis explodiert
Zehn Tage nach Beginn der „Operation Epic Fury" zeichnet sich im Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ein Bild ab, das an die düstersten Kapitel der jüngeren Militärgeschichte erinnert. Während das Pentagon von einem klaren Sieg spricht, weigert sich Teheran beharrlich, die Rolle des Besiegten anzunehmen. Die Islamischen Revolutionsgarden erklären unmissverständlich: Nicht Washington, sondern der Iran werde bestimmen, wann dieser Krieg endet.
Pentagons Siegesrhetorik trifft auf iranischen Trotz
Verteidigungsminister Pete Hegseth präsentierte sich bei einer Pressekonferenz am Dienstag in gewohnt martialischer Pose. Die Kriegsziele seien klar definiert: Zerstörung der iranischen Raketeninfrastruktur, Vernichtung der Verteidigungsindustrie und der Marine sowie die „permanente" Verhinderung einer iranischen Nuklearwaffe. Man werde nicht nachlassen, bis der Feind „vollständig und gänzlich besiegt" sei, so Hegseth. Die Iraner bezeichnete er dabei als „Barbaren" – eine Wortwahl, die diplomatisch kaum noch zu unterbieten ist.
Präsident Trump selbst sendete indes widersprüchliche Signale. Gegenüber CBS News erklärte er, der Krieg sei „ziemlich abgeschlossen". Der Iran habe keine Marine mehr, keine Kommunikation, keine Luftwaffe. Nur Stunden später drohte er von Florida aus, man werde Teheran „zwanzigmal härter" treffen, sollte der Iran versuchen, den Tankerverkehr durch die Straße von Hormus zu blockieren. Wer solche Widersprüche innerhalb weniger Stunden produziert, dem darf man getrost unterstellen, dass die Lage komplizierter ist, als die offizielle Darstellung vermuten lässt.
Die humanitäre Katastrophe in Teheran
Die Zahlen aus dem Iran sind erschütternd. Allein in der Hauptstadt Teheran – einer Metropole, deren Größe und Bevölkerungsdichte mit New York City vergleichbar ist – sollen seit Kriegsbeginn mindestens 460 Menschen getötet und über 4.300 verwundet worden sein. Landesweit sprechen iranische Behörden von mehr als 1.200 Toten und über 10.000 Verletzten. Neun Krankenhäuser seien nicht mehr funktionsfähig, Pharmabestände reichten noch für etwa sechs Monate, nicht dringend notwendige Operationen würden ausgesetzt, um Kapazitäten für Notfälle freizuhalten.
In der Nacht zum Dienstag erlebte Teheran einige der schwersten Bombardierungen seit Kriegsbeginn. Mindestens 40 Menschen sollen nahe dem Risalat-Platz ums Leben gekommen sein. Selbst der neu ernannte Oberste Führer, Ayatollah Mojtaba Khamenei, soll Berichten zufolge verletzt worden sein – noch bevor er offiziell zum Staatsoberhaupt erklärt wurde.
Irans Raketenprogramm: Zerstört oder intakt?
Hier gehen die Darstellungen diametral auseinander. Während das Pentagon die systematische Zerstörung iranischer Raketenstellungen betont – einschließlich unterirdischer ballistischer Abschussrampen mittels schwerer Bunkerbrecherbomben –, behaupten die Revolutionsgarden, ihr Raketenprogramm sei weiterhin voll funktionsfähig. Man feuere sogar größere Salven mit Sprengköpfen von über einer Tonne Gewicht ab. Die Wahrheit dürfte, wie so oft im Nebel des Krieges, irgendwo dazwischen liegen.
Regionale Eskalation: Der Flächenbrand weitet sich aus
Der Konflikt hat längst die Grenzen des Iran überschritten. Bahrain, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien werden von iranischen Vergeltungsschlägen getroffen. Die bahrainische Armee gibt an, seit Beginn der iranischen Angriffe 105 Raketen und 176 Drohnen abgefangen zu haben. In Manama wurde ein Mensch getötet, in Zentralisrael kamen zwei weitere ums Leben.
An Israels Nordfront toben weiterhin heftige Gefechte mit der Hisbollah im Libanon. Die Zahl der Todesopfer dort ist auf mindestens 486 gestiegen. Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte bei einem Truppenbesuch, man wolle dem iranischen Volk helfen, „das Joch der Tyrannei abzuschütteln", und fügte martialisch hinzu: „Wir brechen ihnen die Knochen – und wir sind noch nicht fertig."
Die große offene Frage bleibt, ob die Golfstaaten ihre Streitkräfte formell in die Operation einbringen werden. Der notorisch kriegsbegeisterte US-Senator Lindsey Graham drängt jedenfalls vehement darauf, dass die Golfregion mehr für ihre eigene Verteidigung tun müsse.
Teherans diplomatische Gegenoffensive
Irans Außenminister Abbas Araghchi zeigte sich in einem Interview mit PBS News Hour bemerkenswert selbstbewusst. Die Ernennung Mojtaba Khameneis zum neuen Obersten Führer habe bewiesen, dass die Regime-Change-Bemühungen gescheitert seien. Washington und Tel Aviv hätten geglaubt, innerhalb von zwei bis drei Tagen einen schnellen, sauberen Sieg erringen zu können – doch sie hätten versagt. Nach zehn Tagen seien sie „ziellos", so Araghchi.
„Wir stehen einem Akt der Aggression gegenüber, der absolut illegal ist. Was wir tun, ist ein Akt der Selbstverteidigung, der legal und legitim ist."
Besonders brisant sind Araghchis Aussagen zur Straße von Hormus. Der Iran habe die Meerenge nicht geschlossen und hindere niemanden an der Durchfahrt. Die Instabilität sei vielmehr das Ergebnis der amerikanisch-israelischen Aggression. Analysten weisen zudem darauf hin, dass Irans Fähigkeit, den Transit durch die Meerenge zu stören, wenig mit den großen Überwasserschiffen zu tun habe, deren Versenkung Trump so euphorisch feiere. Der Iran werde seine geographischen Vorteile und unkonventionelle Kriegsführung nutzen.
Scharfe Worte Richtung Brüssel
Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bekam ihr Fett weg. Nachdem sie erklärt hatte, das iranische Volk „verdiene Freiheit, Würde und das Recht, über seine eigene Zukunft zu entscheiden", konterte der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Baqaei scharf: Man solle sich die Heuchelei sparen. Von der Leyen habe eine Karriere daraus gemacht, auf der falschen Seite der Geschichte zu stehen – indem sie Besatzung, Völkermord und Gräueltaten grünes Licht gegeben habe. Wo sei ihre Stimme gewesen, als über 165 unschuldige iranische Kinder in der Stadt Minab massakriert worden seien? „Schweigen angesichts von Gesetzlosigkeit und Gräueltaten ist nichts anderes als Mittäterschaft", schloss Baqaei.
Was bedeutet dieser Krieg für Europa – und für Deutschland?
Die Auswirkungen dieses Konflikts auf die globalen Energiemärkte sind bereits jetzt dramatisch. Jede Eskalation an der Straße von Hormus – durch die täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt – treibt die Preise weiter in die Höhe. Für Deutschland, das ohnehin unter einer schwächelnden Wirtschaft, explodierenden Energiekosten und einer Rekordverschuldung durch das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen ächzt, könnte ein anhaltender Konflikt am Golf zum wirtschaftlichen Albtraum werden.
Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz steht vor der Herausforderung, Deutschland in einer Welt zu navigieren, die zunehmend von geopolitischen Konflikten und wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt ist. Dass ausgerechnet jetzt Billionen in ideologisch motivierte Klimaprojekte fließen sollen, während die reale Sicherheitsarchitektur Europas in Flammen steht, dürfte vielen Bürgern als groteske Fehlpriorisierung erscheinen.
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Krisenwährung unverzichtbar sind. Wenn Raketen fliegen, Ölpreise explodieren und Währungen unter Druck geraten, bewährt sich das, was seit Jahrtausenden seinen Wert behält. Wer sein Vermögen in unsicheren Zeiten schützen will, kommt an einer soliden Beimischung physischer Edelmetalle im Portfolio kaum vorbei.
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