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13.08.2026
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Krieg im Orbit: Musk blockt Kiew – Moskau baut sein eigenes Starlink

Krieg im Orbit: Musk blockt Kiew – Moskau baut sein eigenes Starlink
Symbolbild: KI-generiert

Elon Musk verweigert der Ukraine Medienberichten zufolge den erweiterten Einsatz von Starlink für Angriffe tief auf russischem Gebiet. Zeitgleich meldet der ukrainische Militärgeheimdienst HUR, Russland treibe ein eigenes Satellitennetz namens Rassvet schneller voran als geplant. Das sagte der stellvertretende HUR-Chef Wadym Skibitskyi in einem diese Woche veröffentlichten Interview mit ukrainischen Medien.

Die Angaben stammen aus dem Militärgeheimdienst eines Kriegsteilnehmers und ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Doch sie beschreiben eine Verschiebung, die weit über die Ukraine hinausreicht: Wer die Umlaufbahn kontrolliert, kontrolliert das Schlachtfeld.

Rassvet: Moskaus Antwort auf das Musk-Netz

Entwickelt wird Rassvet dem Bericht zufolge vom russischen Unternehmen Bureau 1440, das bereits 2023 erste Tests mit drei Satelliten startete. Ende März habe Russland eine erste Serie von 16 Satelliten in die niedrige Erdumlaufbahn gebracht, im Juli folgte laut der ukrainischen Verteidigungspublikation Militarnyi eine zweite Gruppe.

Bis 2027 solle die Konstellation auf 292 Satelliten wachsen, bis 2035 auf 924, so Skibitskyi. Noch arbeite das System nur im Vorbeiflug: Zuletzt habe es über ukrainischem Gebiet zwei tägliche Zeitfenster von jeweils mehr als einer Stunde geöffnet – im Juli seien es rund 15 Minuten gewesen.

Sobald das Netz vollständig sei, werde Rassvet wie Starlink funktionieren. Ukrainische Fachleute warnen, ein ausgereiftes System könne auch Zieldaten an russische Angriffsdrohnen weiterleiten. Kiew berate über Gegenmaßnahmen, Details nannte der Geheimdienstoffizier nicht.

Ein Unternehmer mit Veto-Macht

Während Moskau im Orbit aufholt, hängt Kiew am Tropf eines einzelnen Milliardärs. Dem Bericht des Magazins The Atlantic zufolge habe Präsident Wolodymyr Selenskyj Ende Juli im Weißen Haus bei Donald Trump ein Machtwort gegen Musk erbeten. Trump habe sich nicht festgelegt.

Der Grund für Kiews Drängen: Mobile Startrampen für ballistische Raketen stehen auf Lastwagen und wechseln permanent die Position. Treffen lassen sie sich nur mit durchgehender Satellitenverbindung. Dahinter steckt ein Munitionsproblem – die Ukraine habe kaum noch Patriot-Abfangraketen, seit der Iran-Krieg die US-Bestände nach einer Analyse des Thinktanks CSIS um rund zwei Drittel geleert habe. Selenskyjs Bitte um 300 weitere Abfangraketen habe Trump abgelehnt. Nach dem Treffen feuerte Russland dem Bericht zufolge mehr als 70 Raketen ab, mindestens zehn Menschen starben, eine Rakete schlug in Polen ein.

„Statt die Pfeile abzuschießen, treffen wir die Bogenschützen“, sagte Denys Schtilerman, Mitgründer des ukrainischen Drohnenherstellers Fire Point, dem Magazin.

Warum das auch Europa betrifft

Musk dränge laut Bericht auf eine Verhandlungslösung und verweise auf Eskalationsgefahr. Schon 2022 verweigerte er die Starlink-Nutzung für einen Angriff auf russische Schiffe bei der Krim. Anfang 2026 dagegen schaltete SpaceX auf ukrainisches Betreiben Terminals ab, die russische Truppen nutzten – den Draht dorthin hielt der im Juli entlassene Minister Mychajlo Fjodorow. Dieser Kontakt fehlt Kiew nun.

Für Europa ist das eine unbequeme Lehre: Wer keine eigene kritische Infrastruktur besitzt, verhandelt nicht mit, sondern wird verhandelt. Milliarden fließen in Klimaprogramme und Bürokratie – souveräne Kommunikationsnetze im All aber bleiben Stückwerk. Abhängigkeit ist die teuerste aller Sparmaßnahmen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben unsere Einschätzung auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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