
Londoner Edelmetallmarkt verzeichnet deutlichen Rückgang bei Gold- und Silbertransfers

Die jüngsten Zahlen der London Bullion Market Association (LBMA) offenbaren einen bemerkenswerten Einbruch im Edelmetallhandel. Der November 2025 markiert einen signifikanten Rückgang sowohl bei den Gold- als auch bei den Silbertransfers – ein Trend, der aufmerksame Beobachter des Marktes durchaus nachdenklich stimmen dürfte.
Goldhandel bricht zweistellig ein
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Vergleich zum Vormonat Oktober sank die Zahl der gehandelten Goldunzen um satte 15,8 Prozent auf 15,4 Millionen Unzen. Der monetäre Wert dieser Transfers belief sich auf 63,1 Milliarden US-Dollar – ein Minus von 15,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Besonders auffällig ist der drastische Rückgang bei der Anzahl der Transfers selbst: Mit lediglich 6.581 Transaktionen wurden 28,7 Prozent weniger Transfers verzeichnet als noch im Oktober.
Interessanterweise stieg jedoch das durchschnittliche Volumen pro Transfer um 18 Prozent auf 2.347 Unzen. Dies deutet darauf hin, dass zwar weniger Marktteilnehmer aktiv waren, diese jedoch größere Positionen bewegten. Ein Zeichen für eine zunehmende Konzentration im Markt?
Silbermarkt noch stärker betroffen
Noch dramatischer präsentiert sich die Lage beim Silber. Die Zahl der Transfers brach regelrecht ein – um erschreckende 40,9 Prozent auf nur noch 2.459 Transaktionen. Die gehandelte Gesamtmenge schrumpfte um 27,7 Prozent auf 213,3 Millionen Unzen, während der Wert mit 10,8 Milliarden US-Dollar um 25,8 Prozent unter dem Oktoberwert lag.
Auch hier zeigt sich ein ähnliches Muster wie beim Gold: Das durchschnittliche Volumen pro Transfer kletterte um 22,3 Prozent auf 86.744 Unzen. Die großen Akteure scheinen also weiterhin am Markt präsent zu sein, während kleinere Transaktionen offenbar zurückgehen.
Gold-Silber-Verhältnis leicht gesunken
Das durchschnittliche Gold-Silber-Verhältnis fiel im November von 82 auf 80,5. Diese Kennzahl gibt an, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um eine Unze Gold zu erwerben. Ein sinkendes Verhältnis deutet auf eine relative Stärke des Silbers gegenüber Gold hin – oder alternativ auf eine schwächere Goldnachfrage.
Was bedeuten diese Zahlen für Anleger?
Die rückläufigen Transferdaten sollten nicht vorschnell als Schwäche des Edelmetallmarktes interpretiert werden. Vielmehr könnten sie auf eine Phase der Konsolidierung hindeuten, in der sich institutionelle Anleger neu positionieren. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit – geprägt von geopolitischen Spannungen, einer fragilen Weltwirtschaft und einer Geldpolitik, die zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsförderung laviert – bleiben physische Edelmetalle ein unverzichtbarer Bestandteil einer soliden Vermögensstrategie.
Gerade in Deutschland, wo die neue Bundesregierung mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Schuldenlast weiter in die Höhe treibt und damit künftige Generationen belastet, erscheint die Beimischung von Gold und Silber zum Portfolio als vernünftige Absicherung gegen die schleichende Entwertung des Geldes.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor dem Erwerb von Edelmetallen oder anderen Anlageprodukten eine eigenständige Recherche durchführen sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen.
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