
Mittelstand in Aufruhr: Vernichtende Kritik an Kanzler Merz erschüttert Berlin
Was für ein Debakel für den Bundeskanzler. Friedrich Merz, einst als Hoffnungsträger der deutschen Wirtschaft gefeiert, sieht sich nun mit einem beispiellosen Frontalangriff aus den eigenen Reihen konfrontiert. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) hat dem CDU-Politiker einen Brandbrief geschickt, der es in sich hat – und der die ganze Misere der deutschen Wirtschaftspolitik schonungslos offenlegt.
Vom Hoffnungsträger zum Enttäuschungskanzler
Christoph Ahlhaus, seines Zeichens Vorsitzender des BVMW und selbst CDU-Mitglied, findet in seinem Schreiben ans Kanzleramt deutliche Worte. Von „blankem Entsetzen" ist die Rede, wenn es um die Wirtschaftspolitik der Merz-Regierung geht. Dabei hatten die deutschen Unternehmer nach dem Ende der desaströsen Ampel-Koalition tatsächlich Hoffnung geschöpft. Die von Merz vollmundig angekündigte „Wirtschaftswende" sollte endlich Erleichterung bringen für den gebeutelten Mittelstand, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft.
Doch was ist daraus geworden? Nicht einmal neun Monate nach Amtsantritt ist die Euphorie verflogen, die Ernüchterung grenzenlos. Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Lediglich 24 Prozent der Bevölkerung zeigen sich laut einer Insa-Umfrage mit dem Kanzler zufrieden. Ein Wert, der an die dunkelsten Zeiten der Vorgängerregierung erinnert.
Alarmierende Umfrageergebnisse aus dem Mittelstand
Besonders brisant sind die Ergebnisse einer internen BVMW-Umfrage unter 1200 Unternehmensvertretern. Die Zahlen lesen sich wie ein wirtschaftspolitisches Armutszeugnis:
64 Prozent der befragten Unternehmer halten es schlichtweg nicht mehr für möglich, dass die versprochene Wirtschaftswende noch gelingen könnte. Noch vernichtender fällt das Urteil bei 79 Prozent der Befragten aus – sie erkennen nicht einmal mehr ein „engagiertes Bemühen" der Bundesregierung, die drängenden Probleme des Mittelstands anzugehen. Eine solche Verstimmung habe es in der Geschichte der BVMW-Umfragen noch nie gegeben, betont Ahlhaus in seinem Schreiben.
„Statt PR-Gipfel und Placebo-Diskussionsrunden muss Merz nun seine Richtlinienkompetenz für dringend notwendige Reformen nutzen."
Auch Mittelstandsbeauftragte gerät ins Kreuzfeuer
Die Kritik des BVMW-Vorsitzenden richtet sich nicht allein gegen den Kanzler. Auch Gitta Connemann, die als Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand fungiert, bekommt ihr Fett weg. Der deutsche Mittelstand habe selbst „ein Mindestmaß an Vertrauen" in sie verloren, nicht einmal „ein Rest an Kompetenzvermutung" bestehe noch. Ahlhaus fordert Merz unmissverständlich auf, diese personelle Besetzung kritisch zu hinterfragen.
Interessanterweise springt Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, der Mittelstandsbeauftragten zur Seite. Sie bezeichnet Connemann als engagierte Politikerin mit „hoher Kompetenz und positiver Streitbarkeit". Doch diese Verteidigung aus der Automobilbranche dürfte die grundsätzliche Kritik kaum entkräften.
Das Versagen der großen Koalition
Was wir hier erleben, ist symptomatisch für das Scheitern einer Politik, die mehr verspricht als sie hält. Die große Koalition aus CDU/CSU und SPD, die im Mai 2025 mit dem Koalitionsvertrag „Verantwortung für Deutschland" angetreten ist, scheint diese Verantwortung nicht wahrnehmen zu wollen oder zu können. Das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen für Infrastruktur mag auf dem Papier beeindruckend wirken – doch wo bleibt die konkrete Entlastung für den Mittelstand?
Die Wahrheit ist bitter: Während sich die Regierung in Symbolpolitik ergeht, kämpfen Hunderttausende mittelständische Unternehmen ums Überleben. Bürokratie, Energiekosten, Fachkräftemangel – die Probleme sind bekannt, die Lösungen bleiben aus. Stattdessen werden Generationen mit Schulden belastet, die durch Steuern und Abgaben finanziert werden müssen.
Ein Hilfeschrei, der gehört werden muss
Der Brandbrief des BVMW ist mehr als nur Kritik – er ist ein Alarmsignal, das die Bundesregierung nicht ignorieren darf. Der Mittelstand, der über 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland ausmacht und Millionen von Arbeitsplätzen sichert, fühlt sich im Stich gelassen. Wenn selbst CDU-Mitglieder wie Ahlhaus derart harsche Töne anschlagen, sollte das dem Kanzler zu denken geben.
In Zeiten, in denen Deutschland ohnehin mit multiplen Krisen kämpft – von der anhaltenden Inflation bis hin zu den Auswirkungen der amerikanischen Zollpolitik unter Präsident Trump – kann sich das Land eine wirtschaftspolitische Lähmung schlichtweg nicht leisten. Der deutsche Mittelstand braucht keine weiteren Lippenbekenntnisse, sondern endlich konkrete Taten.

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











