
Nvidia pumpt weitere Milliarden in KI-Infrastruktur: Blase oder Revolution?

Der Chipgigant Nvidia vertieft seine Partnerschaft mit dem Cloud-Anbieter CoreWeave und investiert weitere zwei Milliarden Dollar in das Unternehmen. Was auf den ersten Blick wie ein strategischer Schachzug aussieht, wirft bei genauerer Betrachtung ernsthafte Fragen über die Nachhaltigkeit des KI-Booms auf.
Die Details des Mega-Deals
Nvidia erwirbt für stolze zwei Milliarden Dollar Stammaktien der Klasse A von CoreWeave – zum Preis von 87,20 Dollar pro Aktie. Damit baut der Konzern sein bereits bestehendes Engagement massiv aus. Zur Erinnerung: Nvidia hatte sich bereits verpflichtet, bis 2032 Dienstleistungen im Wert von mehr als sechs Milliarden Dollar von CoreWeave zu beziehen. Nun sollen bis 2030 zusätzlich mehr als fünf Gigawatt an KI-Rechenkapazität entstehen.
Jensen Huang, der charismatische CEO von Nvidia, verkündete gewohnt vollmundig:
„KI betritt ihre nächste Grenze und treibt den größten Infrastrukturausbau in der Geschichte der Menschheit voran."Große Worte, die man durchaus kritisch hinterfragen darf.
Das fragwürdige Geschäftsmodell
Was bei dieser Partnerschaft besonders ins Auge sticht, ist die zirkuläre Natur der Vereinbarung. Nvidia investiert in CoreWeave, während CoreWeave gleichzeitig massiv Nvidia-Hardware kauft. Ein klassisches Beispiel für das, was Kritiker bereits im vergangenen Herbst als „KI-Kreislaufgeschäfte" bezeichneten. Die eine Hand wäscht die andere – und beide Unternehmen können beeindruckende Wachstumszahlen präsentieren.
CoreWeave-CEO Mike Intrator relativierte zwar, dass die Nvidia-Finanzierung lediglich etwa zwei Prozent der geplanten Infrastrukturausgaben ausmache. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack. Die Börse reagierte zunächst euphorisch: CoreWeave-Aktien stiegen im vorbörslichen Handel um fast zehn Prozent, während Nvidia-Papiere leicht nachgaben.
Die Versprechen klingen verlockend
Die Zusammenarbeit soll unter anderem folgende Ziele verfolgen: den Aufbau sogenannter „KI-Fabriken", die von CoreWeave betrieben werden, die Beschleunigung des Erwerbs von Grundstücken und Energieversorgung sowie die frühzeitige Einführung neuer Nvidia-Architekturen wie der Rubin-Plattform und Vera-CPUs.
Warnsignale für Anleger
Der KI-Sektor erlebt derzeit einen beispiellosen Hype. Doch erfahrene Investoren wissen: Wo viel Euphorie herrscht, lauert oft die Gefahr einer Blase. Die gegenseitigen Investitionen und Abnahmeverpflichtungen zwischen Technologieunternehmen erinnern fatal an vergangene Spekulationsblasen. Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, sollte nicht blind dem Herdentrieb folgen.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und aufgeblähter Technologiebewertungen gewinnen bewährte Wertanlagen wie physische Edelmetalle zunehmend an Bedeutung. Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher erwiesen – unabhängig davon, welche Technologieblase gerade platzt oder welche Revolution ausgerufen wird.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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