
Ölpreis im Sinkflug: Trump rudert bei Iran-Drohungen zurück

Die Rohölmärkte atmen auf – zumindest vorübergehend. Nachdem US-Präsident Donald Trump seine martialischen Drohungen gegenüber dem Iran deutlich abgemildert hat, gab der Ölpreis spürbar nach. Der Preis für Brent-Rohöl fiel am Donnerstag im frühen Handel auf 63,89 US-Dollar je Barrel und lag damit satte 3,9 Prozent unter dem gestrigen Dreimonatshoch von knapp 67 US-Dollar.
Vom Säbelrasseln zum Abwarten
Was war geschehen? Noch vor wenigen Tagen hatte Trump dem iranischen Regime unmissverständlich gedroht, einen hohen Preis zahlen zu müssen, sollte Teheran inhaftierte Demonstranten hinrichten lassen. Der US-Präsident schrieb in gewohnt markiger Manier: "Ich habe alle Treffen mit iranischen Beamten abgesagt, bis die sinnlose Tötung von Demonstranten aufhört. Hilfe ist unterwegs."
Doch nun die Kehrtwende. Auf die Frage, ob er weiterhin eine militärische Intervention im Iran in Betracht ziehe, antwortete Trump überraschend zurückhaltend: Er werde abwarten und beobachten. Man habe ihm versichert, dass in dem Land keine Demonstranten mehr getötet würden. Diese Erklärung beruhigte die Märkte, die durch die Aussicht auf Angriffe gegen einen der wichtigsten Öllieferanten der Welt – insbesondere für China – erheblich verunsichert waren.
Venezuela-Öl als Trumpfkarte?
Der Preisrückgang wurde zusätzlich durch eine weitere Nachricht befeuert: Die USA haben ihren ersten Verkauf von venezolanischem Öl seit der Beschlagnahmung von Diktator Nicolás Maduro Anfang dieses Monats abgeschlossen. Die Transaktion im Wert von 500 Millionen Dollar markiert den Auftakt einer Reihe erwarteter Verkäufe und unterstreicht Trumps Absicht, die Ölreserven des südamerikanischen Landes den amerikanischen und globalen Vorräten hinzuzufügen.
Doch Analysten dämpfen die Erwartungen erheblich. Tobias Keller von UniCredit warnt: "Venezolanisches Öl wird wahrscheinlich noch jahrelang eine marginale Rolle auf den Weltmärkten spielen, und Trumps Vision, sich das Öl zurückzuholen, steht vor gewaltigen wirtschaftlichen und technischen Hürden."
Geopolitische Unwägbarkeiten bleiben
Die aktuelle Entspannung am Ölmarkt sollte niemanden in falscher Sicherheit wiegen. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten bleiben ein permanenter Unsicherheitsfaktor. Der Iran kontrolliert nach wie vor strategisch wichtige Schifffahrtsrouten, und die Beziehungen zwischen Washington und Teheran gleichen einem Pulverfass, das jederzeit explodieren kann.
Für deutsche Verbraucher und Unternehmen bedeutet die volatile Ölpreisentwicklung weiterhin Planungsunsicherheit. Die Energiekosten bleiben ein kritischer Faktor für die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft, die unter den Folgen verfehlter Energiepolitik der vergangenen Jahre leidet.
Edelmetalle als stabiler Anker
In Zeiten derartiger geopolitischer Unwägbarkeiten und schwankender Rohstoffpreise erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Wertspeicher. Während Ölpreise von den Launen amerikanischer Präsidenten und nahöstlicher Diktatoren abhängen, bieten Edelmetalle eine zeitlose Absicherung gegen politische und wirtschaftliche Turbulenzen. Eine Beimischung zum Portfolio erscheint in diesen unsicheren Zeiten mehr als sinnvoll.
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