
Saudi Aramco scheffelt Milliarden: Wie der Iran-Krieg den Ölgiganten zum großen Gewinner macht

Während Europa unter explodierenden Energiekosten ächzt und deutsche Industriebetriebe reihenweise ihre Produktion drosseln, klingelt in den Kassen des saudischen Staatskonzerns Saudi Aramco die Kasse lauter denn je. Der weltgrößte Ölkonzern hat im ersten Quartal einen Gewinnsprung von satten 26 Prozent hingelegt – getrieben von einem Krieg, der die globalen Energiemärkte erschüttert und die Schwächen westlicher Energiepolitik schonungslos offenlegt.
Krieg als Geschäftsmodell – ein zynisches Kalkül
Der bereinigte Nettogewinn des Konzerns kletterte auf knapp 126 Milliarden Rial, umgerechnet rund 33,6 Milliarden Dollar. Im Vorjahresquartal waren es noch 97,5 Milliarden Rial. Die Analysten hatten lediglich mit 109 Milliarden Rial gerechnet – Aramco hat ihre Erwartungen pulverisiert. Grund für diesen Geldsegen sind die kriegsbedingt explodierenden Preise für Rohöl und raffinierte Kraftstoffe sowie die geschickte Umleitung der Exporte über eine Pipeline, die die strategisch heikle Straße von Hormus elegant umgeht.
Im März schoss der globale Referenzpreis Brent um mehr als 43 Prozent in die Höhe, nachdem der Iran als Reaktion auf US-amerikanische und israelische Angriffe die Straße von Hormus faktisch dichtmachte. Saudi-Arabien hatte bereits vor Kriegsausbruch die Förderung hochgefahren – ein Schelm, wer Böses dabei denkt – und reagierte innerhalb weniger Tage, indem es einen Teil der Lieferungen zu einem alternativen Hafen am Roten Meer umleitete. Vorausschauende Planung oder kühle Profitlogik? Wahrscheinlich beides.
Vierjahreshoch – und Deutschland zahlt die Zeche
Die Ölpreise haben in den vergangenen Wochen Vierjahreshöchststände erreicht und kratzen an der psychologisch bedeutsamen Marke von 100 Dollar je Barrel. Die Internationale Energieagentur spricht bereits von der größten Versorgungsunterbrechung in der Geschichte. Wer hätte das gedacht: Der Verzicht auf eigene Energieautonomie rächt sich in Krisenzeiten bitter. Während Berlin und Brüssel weiter eifrig Verbrennungsmotoren verteufeln und industrielle Schlüsselbranchen mit ideologischen Vorgaben malträtieren, profitieren autoritäre Petrostaaten am Persischen Golf in nie dagekanntem Ausmaß.
Auch die Preise für Raffinerieprodukte wie Diesel und Kerosin sind massiv angestiegen – mit unmittelbaren Folgen für deutsche Verbraucher, Spediteure und Mittelständler. Der Logistik- und Transportsektor steht vor einer neuen Kostenwelle, die ungebremst auf die Endpreise im Supermarkt durchschlagen wird. Die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft, die seit Jahren in einer selbstverschuldeten Energiekrise feststeckt, bekommt damit die nächste Watschen verpasst.
Produktionskürzungen am Golf – ein zweischneidiges Schwert
Pikant: Saudi-Arabien und andere Golfstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und der Irak sind aufgrund von Angriffen auf Förderanlagen und überfüllter Lagerkapazitäten teilweise zu Produktionskürzungen gezwungen. Das verknappt das Angebot zusätzlich – und treibt die Preise in noch luftigere Höhen. Ein Teufelskreis, der dem Westen schmerzhaft vor Augen führt, wie verwundbar globale Lieferketten geworden sind.
Was Anleger jetzt wissen sollten
In Zeiten geopolitischer Verwerfungen, kriegerischer Eskalation und einer westlichen Politik, die ihre eigenen Bürger durch ideologische Experimente verarmen lässt, zeigt sich einmal mehr der Wert echter Substanz. Während Papierwährungen durch Inflation entwertet, Aktienmärkte durch geopolitische Schocks erschüttert und Lieferketten durch Konflikte zerrissen werden, bewähren sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrtausenden als verlässlicher Anker zur Vermögenssicherung. Sie sind kein Versprechen auf Papier, sondern realer Wert in der Hand. Eine kluge Beimischung physischer Edelmetalle zu einem breit aufgestellten Vermögensportefeuille kann Anlegern in turbulenten Zeiten die Sicherheit geben, die ihnen sonst niemand mehr garantiert – schon gar nicht eine Politik, die ihre eigenen Bürger im Stich lässt.
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