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25.09.2026
11:57 Uhr
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Selenskyjs UN-Brandrede: Putin sei der „Patient null“ des Krieges!

Selenskyjs UN-Brandrede: Putin sei der „Patient null“ des Krieges!
Symbolbild: KI-generiert

Wolodymyr Selenskyj hat die Bühne der UN-Generalversammlung in New York für eine Abrechnung mit dem Kreml genutzt. Der ukrainische Präsident nannte Wladimir Putin den „Patienten null“, von dem aus sich der Krieg über den ganzen Globus ausbreite. Außerdem stellte er ein neues Raketenabwehrprojekt vor, an dem auch Deutschland beteiligt ist.

Ausgerechnet Trump als Kronzeuge

Selenskyj begann mit einem geschickten Zug: Er zitierte Donald Trump. Auf dem Flug nach New York habe er dessen Beitrag auf Truth Social gelesen. Darin heißt es, Russland habe wegen des Krieges die Kontrolle über seine Dieselindustrie verloren, viele Raffinerien seien gesprengt worden.

Der Plan dahinter ist leicht zu durchschauen. Wer den Mann im Weißen Haus als Zeugen aufruft, will ihn fester an Kiews Seite binden. Nach eigenen Angaben hatte Selenskyj Trump am Vortag getroffen. Mit Chinas Staatschef Xi Jinping, der zur selben Zeit in den USA war, habe er dagegen nicht sprechen können. Dabei habe gerade Peking großen Einfluss auf Moskau.

248 Tote pro Quadratkilometer?

Danach nannte Selenskyj Zahlen, die frösteln lassen. Von Januar bis August habe Russland nach ukrainischer Darstellung 248.964 Soldaten verloren, also getötet oder schwer verwundet. Dafür habe Moskau gut tausend Quadratkilometer erobert, einen Teil davon habe die Ukraine schon zurückgeholt. Rechnerisch wären das rund 248 Menschen pro Quadratkilometer.

Unabhängig prüfen lassen sich diese Angaben nicht. Kriegsparteien rechnen die Verluste des Gegners seit jeher gern hoch. Doch selbst wenn nur ein Teil davon stimmt, bleibt das Bild eines Abnutzungskriegs, der an die Materialschlachten von 1916 erinnert. Russland setze zudem Bürger aus 47 Ländern ein, darunter Soldaten aus Nordkorea, sagte Selenskyj.

Raketenhagel rund um die Uhr

Seit Jahresbeginn habe Russland mehr als 2100 Raketen abgefeuert, davon über 950 ballistische. Hinzu kämen in acht Monaten rund 63.000 Angriffsdrohnen, mehr als 7700 davon düsengetriebene „Shaheds“ auf Basis iranischer Technik. Kiews Antwort darauf heißt „Freyja“.

Deutschland ist mit an Bord

Zehn Staaten beteiligen sich an dem Programm gegen ballistische Raketen: die Ukraine, Norwegen, Schweden, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Spanien und die Niederlande. Polen sei eingeladen worden. Das Ziel sei ein System, das sich deutlich billiger und in größeren Stückzahlen bauen lasse als Patriot oder SAMP/T.

Das klingt zunächst vernünftig, denn Abfangraketen sind weltweit knapp. Für den deutschen Steuerzahler stellen sich aber die bekannten Fragen: Wer zahlt, wer kontrolliert, und wie viel von dem Geld kommt am Ende der heimischen Industrie zugute? Ob die Bundesregierung darauf klare Antworten gibt, bleibt abzuwarten.

Drohung mit „General Winter“

Dann wurde Selenskyj deutlich. Greife Russland weiter das ukrainische Energienetz an, werde Kiew den Winter auch für Russland schmerzhaft machen. Schritte zur Entspannung müssten deshalb noch vor der kalten Jahreszeit kommen. Außerdem warnte er, dass schon im nächsten Jahr künstliche Intelligenz über das Geschehen auf dem Schlachtfeld entscheiden könnte.

„Die Ukrainer haben diesen Krieg nicht gewählt. Wir haben uns dafür entschieden, nicht zu sterben.“

Friedensappell mit Verkaufsprospekt

Trotzdem wirkte die Rede in Teilen wie eine Werbeveranstaltung. Selenskyj warb für sogenannte „Drone Deals“. Ein solches Abkommen habe er mit Finnland unterzeichnet, dazu ein Sicherheitsabkommen mit Australien, und mit Kanada sei ein weiteres in Vorbereitung. Die Ukraine sieht sich selbst längst als Anbieter von Sicherheit.

Beobachter dürften darin vor allem eines sehen: Der Krieg geht bald ins sechste Jahr, und ein Frieden ist nicht in Sicht. Für Europa bedeutet das weiter Unsicherheit bei Energie, Sicherheit und Staatsfinanzen. In solchen Zeiten setzen viele Sparer auf physisches Gold und Silber, die sich seit Jahrhunderten in Krisen als Wertspeicher bewährt haben. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können Edelmetalle ein sinnvoller Baustein sein.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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