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Kettner Edelmetalle
31.03.2026
11:51 Uhr

Syrischer Machthaber in Berlin: Jubelnde Massen und ein Polizeiaufgebot wie beim G7-Gipfel

Es sind Bilder, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: Hunderte Syrer versammeln sich in der deutschen Hauptstadt, schwenken die syrische Flagge und bejubeln einen Mann, der noch vor wenigen Monaten auf internationalen Terrorlisten geführt wurde. Ahmed al-Scharaa, der selbsternannte Übergangspräsident Syriens, wurde am Montag in Berlin mit einem Staatsbesuch empfangen – und die syrische Diaspora feierte ihn wie einen Volkshelden.

Fake-Videos und echte Kundgebungen – ein gefährliches Gemisch

Zunächst zur Einordnung: In den sozialen Medien kursierten am Montag Videos, die angeblich Tausende jubelnde Syrer auf den Straßen Berlins zeigten. Doch diese Aufnahmen waren schlicht falsch. Sie stammten aus dem Dezember 2024, als nach dem Sturz des Assad-Regimes spontane Freudenfeiern in mehreren deutschen Städten stattfanden. Dass solche Bilder nun erneut in Umlauf gebracht und im falschen Kontext verbreitet wurden, zeigt einmal mehr, wie leichtfertig Desinformation in den digitalen Echokammern gedeiht.

Die Realität war gleichwohl bemerkenswert genug. Nach Polizeiangaben fanden im Tagesverlauf insgesamt sieben Kundgebungen statt. Die größte Versammlung zählte rund 600 Teilnehmer auf dem Washingtonplatz nahe dem Berliner Hauptbahnhof. Demonstranten hielten Transparente mit Aufschriften wie „Willkommen, Herr Präsident" in die Höhe und zeigten Porträts des syrischen Machthabers. An der Siegessäule – jenem Monument, das einst preußische Siege feierte – standen Dutzende Syrer mit Kappen in den Nationalfarben und schwenkten die grün-weiß-schwarze Flagge mit den drei roten Sternen.

1.700 Polizisten für einen umstrittenen Gast

Was bei diesem Staatsbesuch besonders ins Auge sticht, ist das massive Sicherheitsaufgebot. Sage und schreibe 1.700 Polizeibeamte waren im Einsatz, davon rund 700 aus anderen Bundesländern. Man muss sich diese Zahl einmal vergegenwärtigen: Für einen einzigen Besucher, dessen politische Legitimation bestenfalls fragwürdig ist, werden Polizeikräfte aus der gesamten Republik zusammengezogen. Kräfte, die andernorts dringend gebraucht würden – etwa um die explodierende Straßenkriminalität in deutschen Großstädten einzudämmen oder die Sicherheit der eigenen Bürger zu gewährleisten.

Immerhin verlief der Tag weitgehend friedlich. Bis auf ein möglicherweise strafrechtlich relevantes Plakat bei einer Gegendemonstration kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. Ein schwacher Trost angesichts der Kosten, die ein solcher Einsatz verschlingt.

„Allahu akbar" im Berliner Ritz-Carlton

Besonders pikant mutet eine Szene vom Montagmorgen an. Im noblen Hotel Ritz-Carlton, wo al-Scharaa nächtigte, empfing der syrische Machthaber Vertreter der syrischen Gemeinde in Berlin. Der Empfang wurde von „Allahu akbar"-Rufen begleitet. An seiner Seite: der syrische Außenminister Asaad Hassan al-Shaibani, der eigens von der Terrorliste gestrichen werden musste, um überhaupt einreisen zu dürfen. Man reibt sich verwundert die Augen. Gestern noch Terrorist, heute Staatsmann – die Geschwindigkeit, mit der sich geopolitische Bewertungen ändern, ist schwindelerregend.

Ein Symptom tieferliegender Probleme

Was dieser Staatsbesuch offenbart, geht weit über die Frage hinaus, ob nun Hunderte oder Tausende Syrer auf Berlins Straßen jubelten. Er wirft ein grelles Schlaglicht auf die Prioritäten der deutschen Politik. Während in vielen deutschen Städten die Bürger sich abends kaum noch sicher fühlen, während Messerangriffe und Gewalttaten die Schlagzeilen dominieren, wird ein Mann mit höchsten diplomatischen Ehren empfangen, dessen Vergangenheit als Anführer islamistischer Milizen bestens dokumentiert ist.

Die syrische Gemeinde in Deutschland zählt mittlerweile Hunderttausende Menschen. Viele von ihnen kamen im Zuge der Migrationswelle ab 2015 ins Land. Dass sie den Sturz Assads und den Aufstieg al-Scharaas bejubeln, ist ihr gutes Recht. Doch die Frage, die sich der deutsche Steuerzahler stellen darf, ist eine andere: Wenn die Verhältnisse in Syrien offenbar so vielversprechend sind, dass man den neuen Machthaber enthusiastisch feiert – warum kehren dann nicht mehr Syrer in ihre Heimat zurück, um beim Wiederaufbau zu helfen? Es ist eine Frage, die in der politischen Debatte konsequent vermieden wird, obwohl sie nach Ansicht eines Großteils der deutschen Bevölkerung längst überfällig wäre.

Die Bilder aus Berlin sind jedenfalls ein Sinnbild unserer Zeit: Ein Land, das seine eigenen Probleme nicht in den Griff bekommt, empfängt mit großem Pomp einen Gast, dessen demokratische Legitimation auf wackligen Füßen steht. Deutschland im Jahr 2026 – man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll.

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