
Tesla am Scheideweg: Musk opfert Erfolgsmodelle für Roboter-Träume
Was einst als Revolution der Automobilindustrie begann, mutiert nun zum gewagten Experiment eines Visionärs, der offenbar den Bezug zur Realität verloren hat. Elon Musk, der schillernde Tesla-Chef, verkündet das Ende einer Ära – und setzt alles auf eine Karte, die noch niemand wirklich gesehen hat.
Das Ende zweier Ikonen
Model S und Model X, jene Fahrzeuge, die Tesla einst zum Synonym für elektrische Mobilität machten, werden noch in diesem Jahr eingestellt. Im Stammwerk Fremont sollen bereits im kommenden Quartal die Bänder stillstehen. „Das ist etwas traurig, aber es ist an der Zeit, das S/X-Programm zu beenden und einen Neuanfang zu wagen", ließ Musk verlauten. Traurig? Das dürfte eine gewaltige Untertreibung sein für jene Mitarbeiter, deren Arbeitsplätze nun auf dem Spiel stehen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Tesla hat seinen Status als weltgrößter Elektroautohersteller längst an den chinesischen Konkurrenten BYD verloren. Der Absatz schrumpfte zum zweiten Mal in Folge, die Auslieferungen sanken 2025 um satte 8,5 Prozent auf 1,636 Millionen Fahrzeuge. Der Umsatz fiel erstmals überhaupt – um etwa drei Prozent auf 94,8 Milliarden Dollar.
Robotaxis und humanoide Träume
Statt sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren, jagt Musk nun zwei Phantomen hinterher: dem sogenannten „Cybercab", einem Robotaxi ohne Lenkrad und Pedale, sowie dem humanoiden Roboter Optimus. „Die einzigen Autos, die wir künftig bauen werden, sind vollautonom", verkündete der Milliardär großspurig – mit der obligatorischen Ausnahme des Tesla Roadster, der seit Jahren angekündigt wird und nun angeblich ab 2026 produziert werden soll.
Doch während Musk noch von Testfahrten mit einigen hundert Robotaxis in Austin und Kalifornien schwärmt, ist die Konkurrenz längst davongezogen. Waymo, die Google-Schwester, operiert bereits mit über 2500 fahrerlosen Fahrzeugen in mehreren US-Städten. Der Vorsprung ist gewaltig, die Aufholjagd mehr als fraglich.
Ein riskantes Spiel mit der Technologie
Technologisch geht Tesla einen Sonderweg, der entweder genial oder katastrophal enden könnte: Der Hersteller setzt ausschließlich auf Kameras und verzichtet auf die teuren Laser-Radare, die Waymo und andere Wettbewerber verwenden. Sollte diese Strategie aufgehen, winkt ein erheblicher Kostenvorteil. Sollte sie scheitern, stehen Menschenleben auf dem Spiel. Die Sicherheitsdebatte ist längst nicht abgeschlossen.
Politische Verstrickungen belasten das Geschäft
Der Umbau bei Tesla erfolgt ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die politischen Rahmenbedingungen schwieriger geworden sind. US-Präsident Donald Trump ließ die Steuervergünstigung von 7500 Dollar beim Kauf eines Elektroautos auslaufen – eine wichtige Einnahmequelle für Tesla ist damit versiegt. Auch die Erlöse aus dem lukrativen Zertifikatehandel sind zuletzt erheblich zurückgegangen.
Analysten sehen Tesla 2026 vor der Herausforderung, sich von den Belastungen durch Musks politische Aktivitäten zu befreien. Der Mann, der einst als Innovator gefeiert wurde, hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend in politische Grabenkämpfe verstrickt – zum Leidwesen seiner Aktionäre und Kunden.
Optimus: Der Roboter als letzte Hoffnung?
Neben dem Robotaxi setzt Musk auf den humanoiden Roboter Optimus, der bereits in diesem Jahr in Serienproduktion gehen soll. Bis 2027 will er ihn „der Öffentlichkeit" anbieten können. Doch wer Musks Ankündigungen kennt, weiß: Der Tesla-Chef ist berüchtigt für mutige, aber häufig verschobene Fristen. Die Konkurrenz schläft derweil nicht – Unternehmen wie Figure.AI testen ihre humanoiden Roboter bereits in BMW-Werken.
Die Frage, die sich Anleger und Beobachter gleichermaßen stellen müssen: Ist dies der Beginn einer neuen Ära oder der Anfang vom Ende eines einst revolutionären Unternehmens?
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und volatiler Märkte zeigt sich einmal mehr, wie wichtig eine solide Vermögenssicherung ist. Während Technologieaktien wie Tesla extremen Schwankungen unterliegen, bieten physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrtausenden bewährten Werterhalt. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio können sie dazu beitragen, das Vermögen gegen die Unwägbarkeiten spekulativer Investments abzusichern.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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