
Trumps Wirtschafts-Armada nach Peking: Wer wirklich am Tisch sitzt – und wer draußen bleiben muss

Es ist ein Auftritt, der an längst vergangene Zeiten erinnert, in denen amerikanische Präsidenten noch wussten, wie man Wirtschaftsdiplomatie inszeniert. Donald Trump reist diese Woche nach China – und nimmt eine Phalanx aus den mächtigsten Konzernchefs der Vereinigten Staaten mit. Ganze sechzehn Wirtschaftslenker sollen den Präsidenten begleiten, wie ein Beamter des Weißen Hauses bestätigte. Eine Delegation, die in ihrer wirtschaftlichen Schlagkraft an die großen Handelsmissionen vergangener Jahrzehnte heranreicht.
Eine Liste, die sich liest wie das Who-is-Who der Wall Street
Mit an Bord: Tesla-Gründer Elon Musk, Apple-Chef Tim Cook, GE-Aerospace-Boss Larry Culp sowie Boeing-CEO Kelly Ortberg. Dazu gesellen sich die Schwergewichte der Finanzwelt – BlackRock-Patriarch Larry Fink und Blackstone-Gründer Stephen Schwarzman. Auch Dina Powell McCormick von Meta, Sanjay Mehrotra von Micron, Mastercard-Chef Michael Miebach, Qualcomm-Lenker Cristiano Amon sowie Visa-Boss Ryan McInerney werden den Präsidenten begleiten. Komplettiert wird die Riege durch die CEOs von Cargill, Coherent und Illumina.
Cisco-Chef Chuck Robbins musste hingegen passen – die Quartalszahlen ließen keine Reise zu. Auch Nvidia-Boss Jensen Huang fehlt auffällig. Ihn habe man, so eine mit der Sache vertraute Person, schlichtweg nicht eingeladen. Der Fokus liege diesmal auf Landwirtschaft und Luftfahrt, nicht auf Halbleitern. Pikant, wenn man bedenkt, dass die Trump-Administration erst kürzlich grünes Licht für den Export der H200-KI-Chips nach China gegeben hatte – ein Geschäft, das bislang dennoch nicht zustande kam, wie Handelsminister Howard Lutnick einräumte.
Boeing winkt der Mega-Deal des Jahrhunderts
Im Zentrum des Interesses steht ein potenzieller Megaauftrag für Boeing. Industriekreise sprechen von bis zu 500 Maschinen des Typs 737 MAX, ergänzt um Dutzende Großraumflugzeuge mit GE-Triebwerken. Wäre dieser Deal Realität, handelte es sich um die größte Flugzeugbestellung der Geschichte – und um Chinas ersten substantiellen Boeing-Auftrag seit 2017. Ortberg selbst hatte im April erklärt, man setze fest auf die Hilfe der Trump-Administration, um diesen lange ersehnten Auftrag endlich an Land zu ziehen.
Seltene Erden als geopolitischer Hebel
Daneben geht es um die Verlängerung des fragilen Waffenstillstands im Handelskrieg, der den Fluss seltener Erden aus China in die USA gewährleistet. Ob diese Vereinbarung in Peking tatsächlich verlängert wird, blieb zunächst offen. Beim letzten Treffen zwischen Trump und Xi Jinping im Oktober in Südkorea hatten beide Seiten eine Pause des erbitterten Zollkrieges vereinbart – die USA hatten zuvor dreistellige Tarife gegen chinesische Importe verhängt, Peking drohte mit Lieferstopps für seltene Erden, jene strategischen Rohstoffe, ohne die weder moderne Waffensysteme noch Smartphones produzierbar wären.
Während Washington liefert, lähmt sich Berlin selbst
Bemerkenswert ist der Kontrast zur deutschen Politik. Während Trump mit einer Armada amerikanischer Topmanager nach Peking reist, um knallharte Wirtschaftsinteressen seines Landes durchzusetzen, ergeht sich die Berliner Große Koalition unter Friedrich Merz und Lars Klingbeil in moralischen Debatten und schiebt 500-Milliarden-Sondervermögen durch den Bundestag, die kommende Generationen mit Zinslasten erdrücken werden. Dass deutsche Wirtschaftslenker in vergleichbarer Stärke je eine Bundesregierung auf einer derartigen Mission begleiten würden, scheint angesichts der ideologischen Verstrickungen in Berlin kaum vorstellbar. Wer auf der globalen Bühne mitspielen will, braucht industrielle Schlagkraft und politischen Willen – nicht ein Klimaneutralitätsziel im Grundgesetz.
Was bleibt für den vermögenden Bürger?
Solche geopolitischen Großmanöver – ob in Peking, Washington oder Brüssel – erinnern auf schmerzhafte Weise daran, wie volatil die Märkte in einer Welt geworden sind, in der politische Entscheidungen über Nacht ganze Branchen umwälzen können. Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, sollte die alte Wahrheit nicht vergessen: Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind seit Jahrtausenden der bewährte Anker in stürmischen Zeiten. Sie sind unabhängig von Zollverhandlungen, Präsidialdekreten oder Großbestellungen, die heute beschlossen und morgen widerrufen werden können. Eine sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio hat sich gerade in geopolitisch unruhigen Phasen bewährt.
Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen stellen ausdrücklich keine Anlageberatung dar. Sie spiegeln die Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wider. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und gegebenenfalls fachkundige Beratung in Anspruch zu nehmen. Eine Haftung für Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, wird ausgeschlossen.

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