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Kettner Edelmetalle
15.04.2026
14:37 Uhr

Vance steht zu Orbán – und erteilt Brüssels Bürokraten eine Lektion in Bündnistreue

Vance steht zu Orbán – und erteilt Brüssels Bürokraten eine Lektion in Bündnistreue

Es ist ein bemerkenswertes Schauspiel, das sich derzeit auf der transatlantischen Bühne abspielt. US-Vizepräsident J. D. Vance hat sich erstmals öffentlich zur historischen Wahlniederlage des langjährigen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán geäußert – und dabei eine Haltung an den Tag gelegt, die man in der europäischen Politik mit der Lupe suchen muss: Loyalität.

Ein Besuch, der Wellen schlug

Vance war vor der ungarischen Parlamentswahl persönlich nach Budapest gereist, um dem konservativen Regierungschef seine Unterstützung zuzusichern. Dass Orbán nach sechzehn Jahren an der Macht dennoch abgewählt wurde, wertet der Vizepräsident keineswegs als Scheitern seiner Mission. Im Gegenteil. In einem Gespräch mit Fox News stellte Vance unmissverständlich klar, dass man sich der schwierigen Umfragewerte durchaus bewusst gewesen sei. Man sei nicht nach Budapest gereist, weil man einen leichten Wahlsieg erwartet habe, sondern weil es schlicht das Richtige gewesen sei, hinter einem Mann zu stehen, der den Vereinigten Staaten über Jahre hinweg die Treue gehalten habe.

Eine solche Aussage mag in den Ohren der Brüsseler Funktionärskaste geradezu provokant klingen. Denn dort hat man Orbán über Jahre hinweg als Enfant terrible behandelt, als unbequemen Störenfried, der sich erdreistete, eigene Positionen zu vertreten, statt brav den Vorgaben der EU-Kommission zu folgen.

Orbáns „Nein-Stimme" als Schutzschild für US-Interessen

Besonders aufschlussreich ist Vances Begründung für die enge Partnerschaft mit Budapest. Der Vizepräsident wies Vorwürfe, die Unterstützung sei angesichts von Orbáns vermeintlicher Nähe zu Russland ein falsches Signal gewesen, entschieden zurück. Vielmehr habe er den ungarischen Regierungschef als verlässlichen Partner geschätzt, der in Brüssel oft als einziger Widerstand gegen eine US-kritische Bürokratie geleistet habe. Wenn europäische Regulierer gegen amerikanische Unternehmen vorgegangen seien, sei Orbáns Veto häufig der einzige Schutz für amerikanische Interessen gewesen.

„Es ging nicht um Russland und im Grunde ging es nicht um Europa. Es ging um die Vereinigten Staaten."

Diese Worte Vances entlarven die Scheinheiligkeit jener Kritiker, die jede Form konservativer Zusammenarbeit reflexartig als „russlandfreundlich" brandmarken. Wer so argumentiert, verkennt – oder verschleiert bewusst – die realpolitischen Zusammenhänge.

Was Europa von dieser Haltung lernen könnte

Man stelle sich nur einmal vor, ein deutscher Spitzenpolitiker würde mit derselben Selbstverständlichkeit zu einem konservativen Verbündeten stehen, auch wenn dieser gerade eine Niederlage erlitten hat. Undenkbar in einem Land, in dem politische Freundschaften so beständig sind wie Schnee im April. In Berlin regiert seit Mai 2025 zwar eine Große Koalition unter Friedrich Merz, doch von einer klaren außenpolitischen Linie, die auf verlässlichen Bündnissen statt auf opportunistischem Lavieren basiert, ist man noch weit entfernt.

Vance hingegen gab sich für die Zukunft pragmatisch. Man werde sicherlich sehr gut mit dem nächsten ungarischen Ministerpräsidenten zusammenarbeiten können. Doch sein eigentliches Fazit bleibt eine Absage an rein taktisches Denken: Es sei es wert, zu Partnern zu stehen, auch wenn man wisse, dass man nicht jedes Rennen gewinne.

Orbáns Erbe und die Zukunft Ungarns

Vance würdigte Orbáns politisches Vermächtnis als „transformativ" – und damit liegt er nicht falsch. Sechzehn Jahre lang hat der ungarische Premier seinem Land einen eigenständigen Kurs verordnet, der sich wohltuend von der ideologischen Gleichschaltung abhob, die in weiten Teilen Westeuropas zur Normalität geworden ist. Ob der neue Ministerpräsident Peter Magyar tatsächlich den Erwartungen Brüssels entsprechen wird, bleibt indes fraglich. Erste Signale deuten darauf hin, dass auch er in der Migrationspolitik keine Kehrtwende vollziehen dürfte – der Grenzzaun soll bleiben, russisches Öl weiterhin fließen.

Die eigentliche Frage, die sich nach diesem Machtwechsel stellt, ist eine andere: Wird das ungarische Volk in einigen Monaten zufrieden sein mit dem, was es gewählt hat? Oder wird sich die Ernüchterung einstellen, die so viele Wähler in Europa bereits kennen – jenes bittere Erwachen, wenn die Versprechen des Wahlkampfs an der Realität der Brüsseler Machtmechanismen zerschellen?

Eines jedenfalls hat J. D. Vance mit seinem Bekenntnis zu Orbán bewiesen: Echte Bündnistreue bemisst sich nicht am Wahlergebnis, sondern an der Bereitschaft, auch in der Niederlage zueinander zu stehen. Eine Lektion, die man in so mancher europäischen Hauptstadt dringend beherzigen sollte.

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