
Bayerns Gasspeicher am Limit: Dramatische Unterversorgung trotz gesetzlicher Vorgaben

Was sich derzeit in den bayerischen Erdgasspeichern abspielt, gleicht einem energiepolitischen Offenbarungseid. Während die Bundesregierung einen Mindestfüllstand von über 40 Prozent zum 1. Februar vorschreibt, dümpeln einige Speicher bei erschreckenden sechs Prozent. Ein Zustand, der nicht nur die Versorgungssicherheit des Freistaats gefährdet, sondern das komplette Versagen deutscher Energiepolitik schonungslos offenlegt.
Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache
Die Daten der Initiative Energie Speichern zeichnen ein beunruhigendes Bild. Der Gasspeicher Wolfersberg, den Ministerpräsident Markus Söder und sein Stellvertreter Hubert Aiwanger noch 2022 medienwirksam besichtigten, weist einen Füllstand von unter sechs Prozent auf. Er ist damit praktisch leer. In Inzenham-West sieht es mit weniger als 19 Prozent kaum besser aus. Selbst Breitbrunn, der größte Speicher Bayerns, fasst nur noch etwa 20 Prozent seiner Kapazität.
Die rechtlichen Vorgaben der Bundesregierung, festgelegt in der „Verordnung zur Anpassung der Füllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen" vom 5. Mai 2025, werden damit krachend verfehlt. Einzig der Porenspeicher Bierwang könnte die 40-Prozent-Marke noch einhalten. Doch selbst dort wäre bei maximaler Ausspeicherung der Nullpunkt in weniger als zwei Wochen erreicht.
Warum Bayern besonders wichtig ist
Die geografische Lage macht die bayerischen Speicher zu einem neuralgischen Punkt der deutschen Gasversorgung. Die größten Speicherkapazitäten Deutschlands befinden sich zwar aus geologischen Gründen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, wo ehemalige natürliche Gaslagerstätten als Speicher genutzt werden. Diese liegen jedoch fernab der industriellen Zentren Süddeutschlands.
Oberbayern beherbergt etwa ein Achtel der gesamtdeutschen Erdgasspeicherkapazität. Für die Versorgung der wirtschaftsstarken Region südlich von München sind diese Speicher von herausragender Bedeutung. Genau deshalb schreibt die Verordnung für die vier großen bayerischen Speicher einen höheren Mindestfüllstand vor als für jene im Nordwesten, wo lediglich 30 Prozent gefordert werden.
Kritische Lage offiziell bestätigt
Der Notfallplan Erdgas kennt verschiedene Warnstufen. Ein angepeilter Füllstand von weniger als 55 Prozent am 1. Februar gilt als „angespannt". Unter 40 Prozent wird die Lage als „kritisch" eingestuft. Deutschlandweit wurde diese kritische Marke bereits mehr als eine Woche vor dem Monatswechsel unterschritten – der Gesamtfüllstand lag am Samstag bei unter 38 Prozent.
In Bayern präsentiert sich die Situation noch dramatischer: Mit einem durchschnittlichen Füllstand von etwa 25 Prozent liegen vier der fünf bayerischen Speicher bereits unter der 30-Prozent-Marke. Die besonderen rechtlichen Verpflichtungen für die Speicherbetreiber im äußersten Süden haben damit keinerlei Wirkung entfaltet.
Das Erbe einer verfehlten Energiepolitik
Die aktuelle Misere ist das direkte Resultat jahrelanger energiepolitischer Fehlentscheidungen. Die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines, die ideologisch motivierte Abschaltung der letzten deutschen Kernkraftwerke und die Sanktionspolitik gegenüber Russland haben Deutschland in eine prekäre Abhängigkeit von teurem LNG-Gas getrieben. Die großspurig angekündigten Lieferverträge mit Katar haben sich als heiße Luft erwiesen – von den versprochenen Gasmengen ist bislang nichts angekommen.
Während die Ampel-Koalition zerbrach und die neue Große Koalition unter Friedrich Merz noch mit sich selbst beschäftigt ist, leeren sich die Speicher unaufhaltsam. Die Bürger zahlen derweil weiter ihre Abschläge für ein Gas, das möglicherweise bald nicht mehr fließt.
Ein Blick über die Grenze
Im benachbarten Österreich stellt sich die Lage etwas entspannter dar. Der dortige Speicherstand liegt bei etwa 50 Prozent. Bezeichnenderweise ist es ausgerechnet der von der deutschen Securing Energy for Europe (SEFE) betriebene Gasspeicher in Haidach, der unter der 40-Prozent-Marke liegt. SEFE war bis 2022 als Gazprom Germania Teil des russischen Gaskonzerns und wurde im Zuge der Energiekrise verstaatlicht – ein weiteres Kapitel im Trauerspiel deutscher Energiepolitik.
Was nun?
Die Frage, die sich viele Bürger stellen dürften: Was passiert, wenn die Speicher tatsächlich leer sind? Die politisch Verantwortlichen schweigen sich aus. Stattdessen werden Brandmauern gegen demokratische Oppositionsparteien errichtet, während die Grundversorgung der Bevölkerung auf der Kippe steht. Es ist ein Armutszeugnis für ein Land, das sich einst als Industrienation verstand.
Die bayerischen Bürger können nur hoffen, dass der Winter mild bleibt. Denn auf ihre politische Führung – ob in München oder Berlin – können sie sich offensichtlich nicht verlassen. Die Zeche für diese Inkompetenz werden am Ende die Steuerzahler begleichen müssen, sei es durch explodierende Energiepreise oder durch kalte Wohnungen.
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