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Kettner Edelmetalle
22.08.2026
21:56 Uhr
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Berlin-Beben vor der Wahl: Linke zieht an CDU und AfD vorbei!

Berlin-Beben vor der Wahl: Linke zieht an CDU und AfD vorbei!
Symbolbild: KI-generiert

Vier Wochen vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus liefert eine neue Forsa-Erhebung für das Portal t-online ein Ergebnis, das in der Union Alarmstimmung auslösen dürfte: Die Linke führt mit 22 Prozent – vier Punkte vor CDU und AfD, die gleichauf bei je 18 Prozent liegen. Gewählt wird am 20. September.

Dahinter folgen die Grünen mit 16 und die SPD mit mageren 12 Prozent. BSW (4 Prozent) und FDP (3 Prozent) würden den Einzug ins Landesparlament verpassen. Befragt wurden vom 4. bis 18. August 1.535 Personen, die Fehlertoleranz gibt das Institut mit plus/minus drei Prozentpunkten an.

Die Union verliert in der Hauptstadt zweistellig

Ein Blick auf die Wahl von 2023 macht das Ausmaß deutlich. Damals holte die CDU 28,2 Prozent und stellte den Regierenden Bürgermeister. In der aktuellen Umfrage bleiben davon rund zehn Punkte weniger übrig. Die Linke dagegen legt gegenüber 2023 um fast zehn Punkte zu, die AfD um knapp neun.

Auch die SPD verliert im Vergleich zur letzten Wahl deutlich. Für die aktuelle Zweierkoalition aus CDU und SPD würde es rechnerisch nicht mehr reichen. Als denkbare Bündnisse gelten laut Umfrage ein rot-grün-rotes Dreierbündnis – bei den Befragten die beliebteste Variante – oder eine Koalition aus CDU, Grünen und SPD.

Der Absturz begann mit einem Blackout

Der bisherige Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) tritt gar nicht mehr an. Er zog Medienberichten zufolge die Konsequenzen aus einer monatelangen Debatte über falsche Angaben zu seinem Krisenmanagement während des großen Stromausfalls im Januar, der nach Berichten auf einen Brandanschlag mit mutmaßlich linksextremem Hintergrund zurückging. Neuer Spitzenkandidat der Berliner CDU ist Finanzsenator Stefan Evers.

Zur Erinnerung: Angetreten war die Union 2023 mit dem Versprechen, Berlin endlich funktionsfähig zu machen. Bezahlbares Wohnen, Verwaltung, Sicherheit. Dass ausgerechnet nach dieser Regierungszeit die Linkspartei in Umfragen vorne liegt, ist für viele bürgerliche Wähler eine bittere Bilanz.

„Brandmauer gegen links“ – und sonst?

Die Berliner CDU hatte eine Zusammenarbeit mit der AfD zuletzt im Mai 2026 ausdrücklich ausgeschlossen. Fraktionschef Dirk Stettner forderte damals gegenüber der B.Z. zugleich von SPD und Grünen eine Absage an die Linkspartei, die er als „linksradikal und in großen Teilen antisemitisch“ bezeichnete – eine „Brandmauer gegen Links“.

Die Wirklichkeit sieht bislang anders aus. Wer beide Ränder ausschließt, landet zwangsläufig in Bündnissen, in denen der kleinste gemeinsame Nenner regiert. Aus Sicht unserer Redaktion ist genau das der Kern des Berliner Problems: Politik als Koalitionsarithmetik statt als Antwort auf Wohnungsnot, Verwaltungschaos und eine angespannte Sicherheitslage.

Wichtig bleibt die Einordnung: Umfragen sind Momentaufnahmen, keine Prognosen. In den vergangenen Wochen wechselten sich CDU, Linke und AfD an der Spitze ab – vor einer Woche lag die Union in einer Insa-Erhebung für die „Bild“ mit 20 zu 19 Prozent noch vor der Linken. Vier Wochen sind im Wahlkampf eine lange Zeit.

Was das für Sparer bedeutet

Politische Unsicherheit hat Folgen – für Investitionsklima, Standortentscheidungen und Vertrauen. Wer sein Vermögen breit aufstellt, zieht daraus seine eigenen Schlüsse; physische Edelmetalle gelten vielen Anlegern seit Generationen als nervenschonende Beimischung, wenn politische Lager um Mehrheiten ringen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst umfassend informieren.

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