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11.05.2026
05:23 Uhr

Bismarck kehrt zurück: Wadephul macht Baerbocks ideologische Umbenennung im Auswärtigen Amt rückgängig

Bismarck kehrt zurück: Wadephul macht Baerbocks ideologische Umbenennung im Auswärtigen Amt rückgängig

Es ist eine kleine Sensation mit großer Symbolkraft: Der eiserne Kanzler ist zurück im Auswärtigen Amt. Was die grüne Vorgängerin Annalena Baerbock in einem Akt geschichtsvergessener Umbenennungswut aus dem Ministerium tilgen wollte, hat ihr Nachfolger Johann Wadephul (CDU) nun wieder an seinen rechtmäßigen Platz gestellt. Raum 2.0.50 im Auswärtigen Amt trägt erneut den Namen "Bismarckzimmer". Ein Foto aus dem Ministerium belegt diese stille, aber überaus bedeutsame Korrektur deutscher Erinnerungspolitik.

Vom "Saal der Deutschen Einheit" zurück zum historischen Vermächtnis

Man erinnere sich: Baerbock hatte während ihrer glücklicherweise beendeten Amtszeit den traditionsreichen Saal, der an den Gründer des Auswärtigen Amtes erinnerte, kurzerhand in "Saal der Deutschen Einheit" umbenannt. Ein Vorgang, der intern für erheblichen Wirbel sorgte und exemplarisch dafür stand, wie die grüne Außenministerin mit deutscher Geschichte umzugehen pflegte – nämlich am liebsten so, dass möglichst wenig davon übrig bleibt. Otto von Bismarck, immerhin Begründer des modernen deutschen Nationalstaats und Schöpfer einer Sozialgesetzgebung, von der wir bis heute zehren, passte offenbar nicht ins ideologische Weltbild.

Pikant: Als entsprechende Berichte über die Rückbenennung erstmals Anfang März die Runde machten, dementierte die Pressestelle des Ministeriums noch energisch. "Nein, das ist falsch", hieß es damals. Nun, das vorliegende Bildmaterial spricht eine eindeutige Sprache. Das Bismarckzimmer ist zurück – ganz gleich, was offizielle Verlautbarungen behaupten mochten.

Stiller Umbau eines lange grün-dominierten Hauses

Wadephul scheint methodisch vorzugehen. Nach Informationen aus Ministeriumskreisen läuft im Auswärtigen Amt derzeit ein umfassender Umbau – eine "Strukturreform", die offiziell am 25. November 2025 angekündigt worden sei und noch nicht abgeschlossen wäre. Abteilungen würden umbenannt und zusammengefasst. Ein Mitarbeiter beschrieb die Aufgabe als "hartes Stück Arbeit" – schließlich sei das Haus seit 1966 nicht mehr in CDU-Hand gewesen. Fast sechs Jahrzehnte ideologischer Prägung lassen sich eben nicht über Nacht korrigieren.

Bemerkenswert auch: Anders als unter Baerbock werde sich das Ministerium künftig nicht mehr am Berliner Christopher Street Day beteiligen, wie Mitarbeiter des Auswärtigen Dienstes berichten. Ein Schritt zurück zur sachlichen Diplomatie, weg von der Selbstinszenierung als Regenbogen-Truppe der Weltpolitik. Während Baerbock einst mit einer "feministischen Außenpolitik" durch die Welt tingelte und damit international für Stirnrunzeln sorgte, bemüht sich Wadephul offenkundig um eine Rückkehr zu klassischer Interessenvertretung.

Symbolpolitik mit Substanz

Mag manchem die Sache mit dem Bismarckzimmer kleinlich erscheinen – sie ist es nicht. Denn Namen sind nie nur Schall und Rauch. Wer einen Saal umbenennt, der seit Generationen an den Gründer einer Institution erinnert, der will mehr als einen Schriftzug austauschen. Er will Geschichte umdeuten. Und wer diesen Namen wieder anbringt, signalisiert: Wir nehmen unsere eigene Vergangenheit ernst.

Dass die Amtsübergabe zwischen Baerbock und Wadephul nach außen hin harmonisch wirkte, gehört zum diplomatischen Protokoll. Doch hinter den Kulissen, so scheint es, vollzieht sich eine deutliche Kursänderung. Der Umbau eines Ministeriums, das jahrzehntelang von Sozialdemokraten und zuletzt von einer ideologisch geprägten Grünen geführt wurde, ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Bismarck hätte wohl gesagt: "Mit guten Gesetzen ist es wie mit guten Würsten – man sollte bei ihrer Zubereitung nicht zu genau hinsehen." Beim Umbau eines ganzen Ministeriums gilt offenbar dasselbe Prinzip.

Bleibt zu hoffen, dass die Rückbenennung erst der Anfang einer umfassenden Rückbesinnung auf das ist, was deutsche Außenpolitik einmal auszeichnete: nüchterne Interessenvertretung, historisches Bewusstsein und diplomatisches Geschick. Davon hat das Land in den vergangenen Jahren zu wenig gesehen.

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