
Österreichs Steuertrick gegen die Teuerung: Warum die Inflation dennoch unaufhaltsam steigen wird

Die österreichische Bundesregierung greift zu einem altbekannten Instrument im Kampf gegen die galoppierende Inflation: Ab dem 1. Juli 2026 soll die Mehrwertsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel von zehn auf unter fünf Prozent mehr als halbiert werden. Was auf den ersten Blick wie eine Entlastung für die gebeutelten Verbraucher klingt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als kosmetische Maßnahme, die an den strukturellen Ursachen der Teuerung nicht das Geringste ändern wird.
Die Gegenfinanzierung: Neue Abgaben durch die Hintertür
Besonders pikant erscheint die Art und Weise, wie Wien diese vermeintliche Entlastung finanzieren möchte. Eine neue Abgabe auf nicht recycelbares Plastik sowie eine Paketabgabe für Sendungen aus Drittstaaten sollen die Mindereinnahmen ausgleichen. Mit anderen Worten: Was der Staat auf der einen Seite gibt, holt er sich auf der anderen Seite wieder zurück. Der österreichische Bürger wird also keineswegs entlastet, sondern lediglich an anderer Stelle zur Kasse gebeten.
Die Regierung in Wien begründet ihren Schritt mit der anhaltend hohen Teuerung, die eine Belastung für die Bevölkerung und eine Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts sei. Eine bemerkenswerte Selbsterkenntnis, die jedoch die Frage aufwirft: Warum hat man nicht früher gehandelt? Und vor allem: Warum bekämpft man nur die Symptome statt die Ursachen?
Kontrollen und Strafen: Der Staat misstraut dem Markt
Um sicherzustellen, dass die Steuersenkung tatsächlich bei den Verbrauchern ankommt, plant die österreichische Regierung verstärkte Kontrollen in Zusammenarbeit mit der Bundeswettbewerbsbehörde. Verpflichtende Meldungen von Margen und höhere Strafen bei Verstößen gegen die Preisauszeichnung sollen den Handel disziplinieren. Ein klassisches Beispiel für staatliche Überregulierung, die am Ende mehr Bürokratie als Nutzen schafft.
„Die Lebensmittelpreise sind in Deutschland seit 2020 um 35 Prozent gestiegen"
Diese erschreckende Zahl, die Esra Limbacher, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag, kürzlich nannte, verdeutlicht das Ausmaß der Krise. Und während Österreich zumindest symbolisch handelt, herrscht in Deutschland weiterhin Stillstand. Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf Grundnahrungsmittel bleibt unangetastet – eine Debatte über weitere Senkungen ist nicht einmal in Sicht.
Die wahren Inflationstreiber bleiben unberührt
Was beide Länder geflissentlich ignorieren, sind die eigentlichen Ursachen der Inflation: die expansive Geldpolitik der vergangenen Jahre, die explodierenden Energiekosten als Folge einer verfehlten Energiewende und die massiven Staatsausgaben, die durch immer neue Schulden finanziert werden. In Deutschland plant die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Infrastruktur – ein euphemistischer Begriff für neue Schulden, die kommende Generationen belasten werden.
Die Verbraucherschützer schlagen bereits Alarm: Immer mehr Menschen müssen wegen der gestiegenen Lebensmittelpreise sparsam leben. Über ein Viertel der Erwachsenen, die im vergangenen Jahr Kredite aufnahmen, benötigten diese für laufende Ausgaben wie den Lebensmitteleinkauf. Ramona Pop, Vorsitzende des Verbraucherzentrale Bundesverbands, bezeichnet die Lage als „dramatisch".
Gold und Silber als Schutzschild gegen die Geldentwertung
Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklung stellt sich für jeden verantwortungsbewussten Bürger die Frage nach dem Schutz des eigenen Vermögens. Während Politiker mit Steuersenkungen jonglieren und gleichzeitig neue Schulden anhäufen, bleibt die Kaufkraft des Geldes auf der Strecke. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher in Zeiten der Inflation bewährt und können eine sinnvolle Ergänzung zur Vermögenssicherung in einem breit gestreuten Anlageportfolio darstellen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eine ausführliche eigene Recherche durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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