
Silber-Ansturm bei der Perth Mint: Nachfrage explodiert um über 300 Prozent

Während die politischen Eliten dieser Welt weiterhin munter Schulden aufhäufen und das Vertrauen in Papierwährungen systematisch untergraben, stimmen die Bürger längst mit ihren Füßen ab – oder besser gesagt: mit ihrem Portemonnaie. Die jüngsten Verkaufszahlen der australischen Perth Mint für Januar 2025 sprechen eine unmissverständliche Sprache: Die Nachfrage nach physischem Silber ist regelrecht durch die Decke gegangen.
Silberverkäufe fast vervierfacht
Die Zahlen, die Australiens renommierteste Prägestätte kürzlich veröffentlichte, dürften selbst hartgesottene Edelmetall-Enthusiasten überraschen. Im Januar 2025 setzte die Perth Mint sage und schreibe 1.722.639 Unzen Silber in Form von Münzen und Barren ab. Das entspricht einem Anstieg von 188 Prozent gegenüber dem Dezember, als lediglich 597.873 Unzen über die Theke gingen. Noch beeindruckender fällt der Vergleich mit dem Vorjahresmonat aus: Gegenüber Januar 2024 verzeichnete die Prägestätte einen atemberaubenden Zuwachs von 315 Prozent.
Neil Vance, der als General Manager für geprägte Produkte bei der Perth Mint verantwortlich zeichnet, bezeichnete die Nachfrage nach Silberprodukten als „außergewöhnlich hoch". Das Interesse erstrecke sich dabei über sämtliche relevanten Märkte – von den USA über Europa und Asien bis hin zum heimischen australischen Markt. Besonders gefragt seien die Silber-Känguru-Münzen und Silber-Kilobarren gewesen, während die neu auf den Markt gebrachte Silber-Kookaburra-Münze ebenfalls mit starken Verkaufszahlen debütierte.
Gold: Kurzfristiger Rückgang, langfristiger Aufwärtstrend
Etwas differenzierter stellt sich das Bild beim Gold dar. Hier verzeichnete die Perth Mint im Januar einen Absatz von 29.103 Unzen – ein Rückgang von 19 Prozent gegenüber den 35.885 Unzen im Dezember. Doch wer daraus voreilig auf eine nachlassende Goldnachfrage schließen möchte, irrt gewaltig. Denn im Jahresvergleich liegt der Absatz immer noch 57 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Der kurzfristige Rückgang dürfte schlicht den stark gestiegenen Goldpreisen geschuldet sein, die manchen Käufer zunächst zögern ließen.
Preisvolatilität als Katalysator
Die erheblichen Preisschwankungen zu Jahresbeginn 2025 haben offenkundig als Beschleuniger für die physische Nachfrage gewirkt – ein Phänomen, das erfahrene Edelmetallanleger nur zu gut kennen. Wenn die Märkte nervös werden, wenn Unsicherheit um sich greift, dann greifen kluge Investoren zu dem, was seit Jahrtausenden als sicherer Hafen gilt: physisches Edelmetall. Kein Gegenparteirisiko, keine digitale Löschbarkeit, keine politische Manipulierbarkeit.
Ein Signal, das die Politik nicht hören will
Die explodierenden Silberverkäufe der Perth Mint sind mehr als nur eine statistische Randnotiz. Sie sind ein Seismograph für das wachsende Misstrauen der Bürger gegenüber der Geldpolitik ihrer Regierungen. Während in Deutschland die neue Große Koalition unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen beschließt – was nichts anderes ist als ein euphemistischer Begriff für gigantische Schulden, die künftige Generationen abzutragen haben werden –, während die Inflation die Ersparnisse der Mittelschicht weiter auffrisst, suchen immer mehr Menschen Zuflucht in realen Werten.
Und wer könnte es ihnen verdenken? Die Geschichte lehrt uns mit brutaler Klarheit, dass jede Papierwährung früher oder später an Wert verliert. Gold und Silber hingegen haben über Jahrtausende ihre Kaufkraft bewahrt. Die Römer wussten das. Die Bürger von Weimar lernten es auf die harte Tour. Und die heutigen Anleger, die bei der Perth Mint Schlange stehen, haben die Lektion offensichtlich verstanden.
Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bleiben in Zeiten ausufernder Staatsverschuldung und geldpolitischer Experimente eine der wenigen Anlageklassen, die als echte Vermögenssicherung dienen können. Wer sein Portfolio breit aufstellen und gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltwirtschaft absichern möchte, sollte eine Beimischung physischer Edelmetalle ernsthaft in Betracht ziehen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater.

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