
Spionagefall erschüttert Berlin: Russischer Militärattaché muss Deutschland verlassen

Die Bundesregierung hat am 22. Januar 2026 einen russischen Diplomaten zur unerwünschten Person erklärt und dessen Ausweisung verfügt. Der stellvertretende Militärattaché der russischen Botschaft in Berlin muss das Land innerhalb von 72 Stunden verlassen. Auslöser dieser diplomatischen Maßnahme ist die Festnahme einer mutmaßlichen Spionin, die im Verdacht steht, für einen russischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein.
Deutsch-ukrainische Staatsbürgerin unter Spionageverdacht
Im Zentrum der Ermittlungen steht eine Frau mit deutscher und ukrainischer Staatsangehörigkeit. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft soll sie spätestens seit November 2023 geheimdienstliche Kontakte zur russischen Botschaft in Berlin unterhalten haben. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs hat den Haftbefehl gegen die Beschuldigte in Vollzug gesetzt, sie befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.
Die Frau soll militärisch sensible Informationen gesammelt und an einen Kontaktmann in der Botschaft weitergeleitet haben. Bei diesem Kontaktmann handelte es sich Berichten zufolge um den nun ausgewiesenen Vize-Militärattaché, der zugleich als Führungsoffizier fungiert haben soll.
Sensible Militärinformationen im Fokus der Ausforschung
Gegenstand der mutmaßlichen Spionagetätigkeit waren unter anderem Angaben zu Standorten der deutschen Rüstungsindustrie, zur Drohneninfrastruktur sowie zu geplanten Drohnenlieferungen an die Ukraine. Ob die Beschuldigte tatsächlich Zugriff auf als geheim eingestufte Unterlagen erhielt, ist bislang nicht belegt. Die Behörden werten derzeit sichergestelltes Material aus.
Zusätzlich prüfen die Ermittler eine mögliche Zuarbeit aus Bundeswehr-Kreisen. Zwei frühere Mitarbeiter der Bundeswehr stehen im Verdacht, der Beschuldigten dienstliche Informationen zugespielt zu haben.
Gute Vernetzung im politischen Berlin
Die Beschuldigte war offenbar im politischen Berlin gut vernetzt. Sie trat auf Empfängen und Veranstaltungen auf und engagierte sich in einem Vereinsvorstand, in dem auch Politiker und ein ehemaliger Beamter aus dem Verteidigungsumfeld aktiv gewesen sein sollen.
Außenminister Wadephul kündigt Konsequenzen an
Das Auswärtige Amt bestellte den russischen Botschafter ein und übermittelte ihm die Ausweisung des betreffenden Diplomaten. Außenminister Johann Wadephul (CDU) bezeichnete den Vorfall als feindseligen Akt und kündigte weitere Konsequenzen an.
„Spionage in Deutschland toleriert die Bundesregierung nicht – erst recht nicht unter dem Deckmantel des Diplomatenstatus"
So die offizielle Stellungnahme des Auswärtigen Amtes. Deutsche Nachrichtendienste sollen die Spur eigenständig verfolgt haben, ohne auf Hinweise aus dem Ausland angewiesen gewesen zu sein.
Diplomatische Spannungen verschärfen sich
Der Spionagefall reiht sich in eine Serie von Vorfällen ein, die das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Deutschland und Russland weiter belasten. Die Ausweisung von Diplomaten unter Spionageverdacht ist ein schwerwiegender diplomatischer Schritt, der die bilateralen Beziehungen zusätzlich belastet. Die Ermittlungen dauern an, weitere Details zu den Hintergründen und dem Ausmaß der mutmaßlichen Spionagetätigkeit werden in den kommenden Wochen erwartet.
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