
Trumps Rückzug vom Persischen Golf: Wer sichert künftig die Lebensader des Welthandels?
Es ist ein Paukenschlag, der die geopolitischen Karten am Persischen Golf neu mischt – und Europa in eine unangenehme Lage bringt. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die amerikanische Militärpräsenz im Iran-Konflikt möglicherweise schon bald herunterzufahren. Gleichzeitig stellte er unmissverständlich klar: Die Sicherung der Straße von Hormus, jener strategisch bedeutsamsten Meerenge der Welt, sei künftig Sache derjenigen Nationen, die sie auch tatsächlich nutzen. Die Vereinigten Staaten gehörten nicht dazu.
Die Meerenge, von der die Weltwirtschaft abhängt
Man muss sich die Dimension vor Augen führen. Durch die schmale Passage zwischen Iran und Oman fließt ein gewaltiger Anteil des globalen Öl- und Flüssiggastransports. Asiatische Volkswirtschaften wie China, Indien und Japan sind in existenziellem Ausmaß auf diese Route angewiesen. Aber auch Europa spürt jede Störung – wenn nicht direkt durch ausbleibende Lieferungen, dann indirekt über explodierende Energiepreise, die ohnehin schon gebeutelte Verbraucher und Unternehmen weiter belasten.
Trumps Kalkül ist dabei so simpel wie brutal: Die USA haben sich durch ihre eigene Energieproduktion – Stichwort Fracking und heimische Ölförderung – weitgehend unabhängig von Importen aus der Golfregion gemacht. Warum also sollte Amerika Milliarden Dollar und das Leben seiner Soldaten riskieren, um eine Handelsroute zu schützen, von der vor allem andere profitieren? Eine Frage, die man aus amerikanischer Perspektive durchaus nachvollziehen kann.
NATO-Partner als „Feiglinge" beschimpft
Doch Trump wäre nicht Trump, wenn er seine Botschaft nicht mit der ihm eigenen Subtilität eines Vorschlaghammers übermitteln würde. Die NATO-Partner bezeichnete er kurzerhand als „Feiglinge", das Bündnis ohne amerikanische Beteiligung sei nichts weiter als ein „Papiertiger". Besonders Deutschland geriet ins Fadenkreuz seiner Kritik. Die Bundesrepublik hatte sich – wie andere europäische Staaten – geweigert, sich militärisch an der Absicherung der Straße von Hormus zu beteiligen.
Trump nannte die Öffnung der Route einen „einfachen militärischen Schritt" mit „geringem Risiko" und warf den Verbündeten vor, einen „sehr dummen Fehler" zu begehen. Man werde sich diese Haltung „merken", drohte er vielsagend. Wer die transatlantischen Beziehungen der letzten Jahre verfolgt hat, weiß: Solche Drohungen sind bei diesem Präsidenten keine leeren Worte.
Deutschlands fatale Verweigerungshaltung
Und hier offenbart sich einmal mehr das strategische Versagen der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Während die Große Koalition unter Friedrich Merz sich lieber mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur beschäftigt – das die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Schulden belasten wird –, fehlt offenbar jeglicher Wille, auf der weltpolitischen Bühne Verantwortung zu übernehmen. Dabei wäre gerade jetzt der Moment gewesen, Stärke zu zeigen.
Hätte Deutschland auch nur den Einsatz von Minenräumschiffen zugesagt, wäre dies ein Signal der Solidarität gewesen – ein Zeichen westlicher Geschlossenheit gegenüber Peking, Moskau und Teheran. Stattdessen duckt sich Berlin weg und hofft offenbar, dass sich das Problem von selbst löst. Eine Strategie, die in der Geschichte noch nie funktioniert hat.
Das Vakuum, das andere füllen werden
Die entscheidende Frage lautet nun: Wer springt ein, wenn Amerika sich zurückzieht? Die Antwort dürfte vielen im Westen nicht schmecken. China steht bereit, das entstehende Machtvakuum zu füllen. Peking hat sich längst tief in die Region eingekauft, unterhält enge wirtschaftliche Beziehungen zum Iran und verfügt über eine stetig wachsende Marine. Auch Indien könnte eine größere Rolle beanspruchen. Für Europa wäre beides keine gute Nachricht – denn wer die Meerenge kontrolliert, kontrolliert einen Hebel über die globale Energieversorgung.
Die Ironie der Geschichte ist kaum zu übersehen: Trump hat den Konflikt mit dem Iran selbst eskaliert, die militärischen Operationen vorangetrieben – und will nun, kurz vor dem selbst proklamierten Erreichen der Kriegsziele, die Verantwortung für die Folgen elegant an andere abgeben. Es ist, als würde jemand ein Haus in Brand setzen und dann den Nachbarn erklären, sie mögen doch bitte selbst löschen.
Goldpreis als Seismograph der Unsicherheit
Für Anleger sind die geopolitischen Verwerfungen am Persischen Golf ein weiteres Warnsignal. Die Energiemärkte reagieren nervös, die Unsicherheit wächst – und mit ihr die Nachfrage nach sicheren Häfen. Es überrascht kaum, dass physische Edelmetalle in solchen Zeiten einmal mehr ihre Rolle als Krisenwährung unter Beweis stellen. Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg bewiesen, dass sie in Zeiten geopolitischer Turbulenzen ihren Wert nicht nur bewahren, sondern häufig sogar steigern. Wer sein Vermögen gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltordnung absichern möchte, tut gut daran, physische Edelmetalle als festen Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios in Betracht zu ziehen.
Europa muss endlich aufwachen
Die Botschaft aus Washington ist unmissverständlich: Die Ära, in der sich Europa bequem unter dem amerikanischen Sicherheitsschirm einrichten konnte, neigt sich dem Ende zu. Ob es um die Straße von Hormus geht, um die Ukraine oder um die Verteidigung des eigenen Kontinents – die Europäer werden künftig mehr Verantwortung übernehmen müssen. Ob die aktuelle Bundesregierung dazu in der Lage ist, darf bezweifelt werden. Denn wer jahrelang die Bundeswehr kaputtgespart, die Energieversorgung ideologisch ruiniert und außenpolitisch auf Appeasement gesetzt hat, der wird nicht über Nacht zur Ordnungsmacht. Die Rechnung für diese Versäumnisse wird früher kommen, als vielen lieb ist.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Grundlage eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Basis dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

Enteignungswelle 2026
Kostenloses Live-Webinar: Dominik Kettner und 6 hochkarätige Gäste enthüllen, wie digitaler Euro, verpflichtende digitale ID und das geplante EU-Vermögensregister Ihr Erspartes bedrohen – und welche konkreten Schritte Sie jetzt unternehmen müssen, um Ihr Vermögen zu schützen.
Die Experten

Ernst
Wolff
Bestseller-Autor

Peter
Hahne
Ex-ZDF, Bestseller-Autor

Tom-Oliver
Regenauer
Autor & Systemanalyst

Philip
Hopf
Finanzanalyst

Thilo
Sarrazin
Bundesbank-Vorstand a.D.

Thurn
und Taxis
Fürstin & Finanzexpertin
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











