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Kettner Edelmetalle
27.08.2026
07:16 Uhr
KI-generiert

Nord Stream: Verdächtiger am Filmset gefasst – und Berlin schweigt

Nord Stream: Verdächtiger am Filmset gefasst – und Berlin schweigt
Symbolbild: KI-generiert

Es klingt wie ein Drehbuch, ist aber Realität: In der kroatischen Hafenstadt Pula haben Ermittler einen ukrainischen Tauchlehrer festgenommen, der zum mutmaßlichen Sabotageteam der Nord-Stream-Sprengungen gehört haben soll. Gefasst wurde er ausgerechnet dort, wo eine Hollywood-Produktion genau diese Tat verfilmt. Ein Gericht in Pula ordnete Untersuchungshaft an – wegen Fluchtgefahr.

Festnahme im Ferienresort – neben dem Filmteam

Nach Angaben der kroatischen Polizei erfolgte der Zugriff in einer Touristenunterkunft am Südrand von Pula. Dort war zugleich das Team einer US-Produktion untergebracht, die den Anschlag als fiktionalen Polit-Thriller inszeniert – Medienberichten zufolge unter Regisseur Doug Liman, mit Sean Penn und Adrien Brody vor der Kamera.

Der Verdächtige soll laut Berichten von Spiegel und der britischen Times als Berater für die Filmleute gearbeitet haben. Angemeldet war er offenbar unter seinem echten Namen. Er beriet also mutmaßlich einen Film über eine Tat, die ihm die Bundesanwaltschaft vorwirft. Es gilt die Unschuldsvermutung; der Mann bestritt die Vorwürfe bislang.

Zweimal entwischt – der dritte Anlauf

Die Vorgeschichte ist für den deutschen Rechtsstaat wenig schmeichelhaft. Recherchen von ZDF frontal und Spiegel zufolge reiste der Gesuchte im Mai 2024 völlig unbehelligt durch Deutschland – per Fähre nach Rostock, dann zu Verwandten nach Berlin. Der Haftbefehl kam erst Wochen später.

Anfang Juli 2024 setzte er sich demnach nach Polen und weiter in die Ukraine ab – berichteten Medien zufolge in einem Fahrzeug mit ukrainischem Diplomatenkennzeichen, das der Botschaft in Warschau zuzuordnen sein soll. Im Herbst 2025 wurde er in Polen auf Basis eines Europäischen Haftbefehls gefasst. Ein Warschauer Gericht untersagte die Auslieferung, der Mann kam frei.

Nun also Kroatien. Sein Anwalt kündigte an, den Instanzenweg zu beschreiten und sich auf den polnischen Präzedenzfall zu berufen. Nach kroatischem Recht muss das Verfahren binnen 60 Tagen abgeschlossen sein.

Warum die Bundesregierung so einsilbig bleibt

Die Vorwürfe der Bundesanwaltschaft wiegen schwer: unter anderem gemeinschaftliches Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion. Der Ukrainer soll zu den Tauchern gehört haben, die im September 2022 die Sprengsätze an den Röhren anbrachten. Kiew weist eine Beteiligung zurück; Präsident Selenskyj bekräftigte dies zuletzt erneut.

In der Bundespressekonferenz wurde die Bundesregierung dazu befragt – dem Bericht zufolge blieben die Antworten dünn, insbesondere zur mutmaßlichen Rolle eines Militärattachés bei der Flucht. Aus Sicht unserer Redaktion ist das bemerkenswert: Hier geht es um die Zerstörung kritischer Energieinfrastruktur, an der deutsche Bürger und Unternehmen milliardenschwer hängen. Wer hier schweigt, verspielt Vertrauen.

Was Bürger daraus lernen können

Vier Jahre nach der Explosion sind zentrale Fragen offen, Verdächtige entkamen, Partnerstaaten kooperierten offenkundig zögerlich. Die Lehre für Sparer ist unbequem: Versorgungssicherheit, Lieferketten und Vertrauen in Institutionen sind keine Selbstverständlichkeit – sie können binnen Stunden gesprengt werden.

Wer sein Vermögen breit aufstellt, denkt deshalb auch an Werte, die keiner Pipeline, keinem Gericht und keiner Regierungserklärung bedürfen. Physisches Gold und Silber gelten seit Jahrhunderten als Anker in unsicheren Zeiten – als Ergänzung, nicht als Wundermittel.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich selbst informieren.

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